Hallo,
wir sind seit kurzem Halter zweier Degu-Damen von etwa 6 Monaten. Die Behausung ist eine Mischung aus einem großen Nagerkäfig und Eigenbau (unten ein tiefer Kasten zum buddeln 1 Voll- und 2 Halbetagen.
Die Etagen bestehen aus dickeren Spanholzplatten, welche wir mehrfach mit Spielzeuglack versiegelt haben. Nun "pinkeln" die Damen wirklich überall hin und wie wir gelesen haben, soll man sich ja mit der Reinigung zurück halten. Am Anfang hatten wir Hanfmatten liegen - doch diese aller paar Tage auszuwechseln ist aus unserer Sicht wenig nachhaltlig, geht mit der Zeit doch ziemlich ins Geld und stresst die Beiden wahrscheinlich auch ganz schön. Aktuell legen wir unbedruckte Pappe auf die Etagen und machen etwas Heu darüber. Dennoch riecht es nach relativ wenigen Tagen recht intensiv und die Tiere haben ja empfindliche Nasen. Jetzt überlegen wir, den Boden vielleicht mit etwas besser zu reinigenden Materialien auszulegen. Ich hätte noch Laminatplatten da - aber ich glaube deren Inhaltsstoffe sind nicht so gut, oder? Auch an Fließen mit rauer Oberfläche hatte ich gedacht, dass ist aber wahrscheinlich zu kühl.
Was macht ihr auf die Etagen? Wenn man im Internet sich Bilder von Degu-Behausungen anschaut sieht man oft, dass da gar nix drauf ist...
Danke für jeden Vorschlag / Tipp
Viele Grüße
Jan
Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
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SchneiZick
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Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Hallo Jan,
warum wechselst Du die Hanfmatten so häufig? Ich tausche sie je nach Gruppengröße ca. alle drei Wochen - dazwischen kehre ich zwei-, dreimal die Köttel grob runter.
Es ist gut möglich, dass die Degus anfangs stärker riechen, da sie zunächst intensiv markieren. Je mehr man dann reinigt, desto "schlimmer" wird es. Manchmal muss man sich einfach zwei Tage die Nase zuhalten und plötzlich ist der Geruch weg
Wenn der Käfig groß genug ist, genügt es bei zwei Degus, alle 3-4 Wochen zu reinigen.
Ich mag die blanken Etagenbretter auch nicht. Von daher habe ich mehrere Alternativen (ich habe auch mehrere Käfige). Teilweise sind Hanfmatten drauf, teilweise haben die Ebenen Ränder (so dass es quasi Wannen sind), die ich einstreuen kann und dann habe ich auch noch Aluminiumwannen, die ich auf die Etagenbretter stelle und einstreue.
Viele Grüße
Dagmar
warum wechselst Du die Hanfmatten so häufig? Ich tausche sie je nach Gruppengröße ca. alle drei Wochen - dazwischen kehre ich zwei-, dreimal die Köttel grob runter.
Es ist gut möglich, dass die Degus anfangs stärker riechen, da sie zunächst intensiv markieren. Je mehr man dann reinigt, desto "schlimmer" wird es. Manchmal muss man sich einfach zwei Tage die Nase zuhalten und plötzlich ist der Geruch weg
Ich mag die blanken Etagenbretter auch nicht. Von daher habe ich mehrere Alternativen (ich habe auch mehrere Käfige). Teilweise sind Hanfmatten drauf, teilweise haben die Ebenen Ränder (so dass es quasi Wannen sind), die ich einstreuen kann und dann habe ich auch noch Aluminiumwannen, die ich auf die Etagenbretter stelle und einstreue.
Viele Grüße
Dagmar
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Hi Jan,
Ich bin da sehr bei DaLo. Auch wir verwenden Hanfmatten, allerdings von der großen Rolle, so wird es auf Dauer nicht ganz so teuer. Und diese Matten nicht zu oft wechseln bzw. ggf. auch einfach mal eine bepinkelte Stelle rausschneiden und neuen Hanf einflicken.
Ich würde vor allem Pinkelspuren auf den Holzböden nicht zu intensiv entfernen, denn das provoziert neues hinpinkeln. Wir haben dünne Hanfmatten (0,5cm) auch mal doppellagig gelegt, mit etwas Stroh dazwischen, das erhöht die Aufnahmefähigkeit, ggf. auch über die Kapazität dickerer Matten (1cm) hinaus. Ich meine, dass Heu bei manchen Degus dazu führt, auf die entsprechende Stelle nicht mehr zu pinkeln, also könnte eine Hanf-Heu-Hanf-Schichtung dazu führen, dass man das Problem nur auf eine andere Stelle verschiebt, deshalb würde ich Stroh als Zwischenschicht nehmen.
Laminat würde ich nicht nehmen, das Harz, das eine Komponente des Laminats darstellt, würde ich den Degus nicht anbieten wollen.
Wir verwenden Schieferplatten (gibt es als Servierplatten etc. zu kaufen) zum abdecken beheizter Folien, die ihrerseits allerdings akribisch gegen Deguverbiss geschützt werden müssen (inkl. Kabeln!). Dann sind die Steinoberflächen schön warm und werden von Degus geliebt - egal ob so, oder mit Hanfmatte abgedeckt. Die Schieferplatten lassen sich gut abwaschen.
Grüße
Chris
Ich bin da sehr bei DaLo. Auch wir verwenden Hanfmatten, allerdings von der großen Rolle, so wird es auf Dauer nicht ganz so teuer. Und diese Matten nicht zu oft wechseln bzw. ggf. auch einfach mal eine bepinkelte Stelle rausschneiden und neuen Hanf einflicken.
Ich würde vor allem Pinkelspuren auf den Holzböden nicht zu intensiv entfernen, denn das provoziert neues hinpinkeln. Wir haben dünne Hanfmatten (0,5cm) auch mal doppellagig gelegt, mit etwas Stroh dazwischen, das erhöht die Aufnahmefähigkeit, ggf. auch über die Kapazität dickerer Matten (1cm) hinaus. Ich meine, dass Heu bei manchen Degus dazu führt, auf die entsprechende Stelle nicht mehr zu pinkeln, also könnte eine Hanf-Heu-Hanf-Schichtung dazu führen, dass man das Problem nur auf eine andere Stelle verschiebt, deshalb würde ich Stroh als Zwischenschicht nehmen.
Laminat würde ich nicht nehmen, das Harz, das eine Komponente des Laminats darstellt, würde ich den Degus nicht anbieten wollen.
Wir verwenden Schieferplatten (gibt es als Servierplatten etc. zu kaufen) zum abdecken beheizter Folien, die ihrerseits allerdings akribisch gegen Deguverbiss geschützt werden müssen (inkl. Kabeln!). Dann sind die Steinoberflächen schön warm und werden von Degus geliebt - egal ob so, oder mit Hanfmatte abgedeckt. Die Schieferplatten lassen sich gut abwaschen.
Grüße
Chris
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SchneiZick
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Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Vielen Dank für die Tipps! Das mit dem Laminat hatte ich ja auch schon so gedacht. Schieferplatten haben wir drin, aber halt nicht so viel, weil es uns da eher um die Abnutzung der Krallen ging.
Was das Heu angeht - wir verteilen das großflächig auf die Etagen. Das hält die Beiden bislang nicht davon ab, überall hin zu machen
. Dann doch lieber an bestimmte Stellen positionieren?
Liebe Grüße
Jan
Was das Heu angeht - wir verteilen das großflächig auf die Etagen. Das hält die Beiden bislang nicht davon ab, überall hin zu machen
Liebe Grüße
Jan
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
SchneiZick hat geschrieben: 31. Jan 2026, 10:35 Vielen Dank für die Tipps! Das mit dem Laminat hatte ich ja auch schon so gedacht.
Für die Abnutzung der Krallen haben wir die Rampen zwischen den Etagen mit grobem Schleifpapier beklebt, das müsste sich für Degufüße etwa so anfühlen wie das Laufen über Sandstein, erhöht zudem "den Grip" und tut bei uns gute Dienste...SchneiZick hat geschrieben: 31. Jan 2026, 10:35 Schieferplatten haben wir drin, aber halt nicht so viel, weil es uns da eher um die Abnutzung der Krallen ging.
... Versuch macht kluch... einfach ausprobieren. Ich würde Heu tatsächlich punktuell (trotzdem großzügig) platzieren und zudem mal einige Stellen mit Stroh belegen. Wir haben festgestellt, dass Stroh auch sehr gerne zerfasert und für den Nestbau verwendet wird. Beschäftigung inklusive...SchneiZick hat geschrieben: 31. Jan 2026, 10:35 Was das Heu angeht - wir verteilen das großflächig auf die Etagen. Das hält die Beiden bislang nicht davon ab, überall hin zu machen. Dann doch lieber an bestimmte Stellen positionieren?
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Bitte mach das nicht.Chris hat geschrieben: 31. Jan 2026, 18:32 Für die Abnutzung der Krallen haben wir die Rampen zwischen den Etagen mit grobem Schleifpapier beklebt, das müsste sich für Degufüße etwa so anfühlen wie das Laufen über Sandstein, erhöht zudem "den Grip" und tut bei uns gute Dienste...
Schleifpapier hat keineswegs den gleichen Effekt wie Natursteine, schon gar nicht grobes. Die Schleifkörner sind kantig und werden gezielt auf ein Trägermaterial geklebt. Oft werden sie elektrostatisch aufgerichtet, damit sie besonders scharfe Kanten bilden. Natursteine sind im Vergleich deutlich glatter (und für Senioren sollten auch sie nicht auf den Rampen liegen).
Selbst für junge Degus ist das eine unnötige Belastung für die Fußsohlen. Auf Rampen geklebt können die Tiere dem "Gesamtfuß-Abschliff" zudem nicht ausweichen.
Bei Degus ab etwa vier Jahren senken sich die Füßchen hinten zudem noch ab. Dort scheuert eine solche Rampe die Hinterfüße regelrecht auf. Viele, weniger aufmerksame Halter bemerken das zunächst nicht, denn sie schauen nicht unter die Füße! Erst beim genauen Hinsehen, wenn wir sie darauf aufmerksam gemacht haben, zeigte sich dann der Schaden.
Dabei ist so etwas erfahrungsgemäß gar nicht nötig.
- Einige Natursteine wie die o. g. Schieferplatte im Gehege reichen völlig aus, z. b. eine größere Futterplatte und hier und da ein Stein, der zugleich Hanfmatten beschwert oder eine Erhöhung ausgleicht.
- ... In Kombination mit einem ausreichend großen und tiefen Sandbad zum Graben
- ..... sowie der Eigenpflege jüngerer Degus bleiben die Krallen kurz genug.
Viele Senioren mit Senkfüßen bzw schmerzenden Gelenken hinten, eingeschränkter Beweglichkeit oder Fehlstellungen benötigen ohnehin gelegentlich manuelle Krallenpflege. Da hilft es gar nichts mehr, masenhaft rauen Untergrund in das Gehege zu packen: Denn das erreicht die Krallen mit dieser Füßchenstellung gar nicht mehr (diese stehen etwas hoch) - da werden nur die müden Beinchen hinten mitgeschliffen ;-/
Rampen baut man besser, indem man auf die glatten Holzbretter in sehr kurzen Abständen feine Stäbe oder halbe Holzdübel mit Ponal aufklebt. Oder - sehr gut gerade für Senioren/HandicapDegus da perfekte Griffigkeit und sanft zu den Füßchen - einfach eine Weidenbrücke mit kleineren Ästchen auf das Trägerbett klebt. Wer mit Rillen arbeiten möchte: diese müssen schon sehr tief sein, um den gleichen Griffigkeitseffekt zu haben.
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Hi,SchneiZick hat geschrieben: 30. Jan 2026, 17:38 Hallo,
wir sind seit kurzem Halter zweier Degu-Damen von etwa 6 Monaten. Die Behausung ist eine Mischung aus einem großen Nagerkäfig und Eigenbau (unten ein tiefer Kasten zum buddeln 1 Voll- und 2 Halbetagen.
Die Etagen bestehen aus dickeren Spanholzplatten, welche wir mehrfach mit Spielzeuglack versiegelt haben. Nun "pinkeln" die Damen wirklich überall hin und wie wir gelesen haben, soll man sich ja mit der Reinigung zurück halten. Am Anfang hatten wir Hanfmatten liegen - doch diese aller paar Tage auszuwechseln ist aus unserer Sicht wenig nachhaltlig, geht mit der Zeit doch ziemlich ins Geld und stresst die Beiden wahrscheinlich auch ganz schön. Aktuell legen wir unbedruckte Pappe auf die Etagen und machen etwas Heu darüber. Dennoch riecht es nach relativ wenigen Tagen recht intensiv und die Tiere haben ja empfindliche Nasen. Jetzt überlegen wir, den Boden vielleicht mit etwas besser zu reinigenden Materialien auszulegen. Ich hätte noch Laminatplatten da - aber ich glaube deren Inhaltsstoffe sind nicht so gut, oder? Auch an Fließen mit rauer Oberfläche hatte ich gedacht, dass ist aber wahrscheinlich zu kühl.
Was macht ihr auf die Etagen? Wenn man im Internet sich Bilder von Degu-Behausungen anschaut sieht man oft, dass da gar nix drauf ist...
Danke für jeden Vorschlag / Tipp
Viele Grüße
Jan
du kannst durchaus Laminatplatten nehmen (andere nehmen Plexiglas oder legen noch eine dünne Schicht Möbelplatten darauf). Wichtig ist nur, dass kein Nageansatzpunkt da ist. Also alle Kanten mit Alukanten abdecken und relativ nahtlos arbeiten. Damit hast du gut abwischbare Untergründe. Mit den lackierten Spanholzplatten ist das wirklich kein Spaß - das stinkt früher oder später an den Pipiecken.
Und dazu wie unten schon gesagt wurde: Streu dick ein, wenn Du kannst.
Viele Grüße
Conn
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Servus, Jan,
wir haben ganz normale Sperrholzplatten und haben diese mit Rändern aus Sperrholz versehen, so dass wir gut einstreuen können. Alles ohne Lack übrigens. Die Bieselei der Tiere haben wir einfach akzeptiert und bei der Käfigreinigung wird nach der Entfernung der gebrauchten Streu einmal drübergewischt und das wars. Stinken tut es trotzdem nicht.
Wir reinigen dabei abschnittsweise, heißt, jede Woche ist eine Ebene dran. Irgendwann in den nächsten Monaten werden wir die Randbretter wohl mal austauschen müssen, da sie doch nach 3 Jahren schon ziemlich benagt sind.
Ciao, Frank
wir haben ganz normale Sperrholzplatten und haben diese mit Rändern aus Sperrholz versehen, so dass wir gut einstreuen können. Alles ohne Lack übrigens. Die Bieselei der Tiere haben wir einfach akzeptiert und bei der Käfigreinigung wird nach der Entfernung der gebrauchten Streu einmal drübergewischt und das wars. Stinken tut es trotzdem nicht.
Wir reinigen dabei abschnittsweise, heißt, jede Woche ist eine Ebene dran. Irgendwann in den nächsten Monaten werden wir die Randbretter wohl mal austauschen müssen, da sie doch nach 3 Jahren schon ziemlich benagt sind.
Ciao, Frank
Derzeit bei uns und hoffentlich glücklich: Ronja und Porthos
Aramis (14.11.2023), Jerry (20.12.2023), Athos (08.09.2024), Hamster Luici (23.10.2024), Valentina (25.02.2025)
Re: Untergrund auf Etagen abdecken - was ist möglich
Mein erster Käfig war aus Holz bzw. OSB und das hat nach etwa einem Jahr trotz Sabberlack teilweise gerochen. Kommt natürlich auf die Nasen an - viele riechen ja nicht mehr so viel
.
Wir haben nochmal gebaut - mit beschichteten Möbelplatten und das kann ich nur empfehlen. Vielleicht könnt ihr die Böden austauschen ?
Und Heu saugt eher schlecht Urin/ Gerüche auf, deshalb würde ich das nicht zum Belegen der Etagen nehmen, sondern ganz grobes Weichholzstreu aus dem Pferdebedarf.
Wir haben nochmal gebaut - mit beschichteten Möbelplatten und das kann ich nur empfehlen. Vielleicht könnt ihr die Böden austauschen ?
Und Heu saugt eher schlecht Urin/ Gerüche auf, deshalb würde ich das nicht zum Belegen der Etagen nehmen, sondern ganz grobes Weichholzstreu aus dem Pferdebedarf.
