Hallo!
Hier möchte ich euch einen Erfahrungsbericht zu einem meiner Degus schildern. Akasha ist weiblich, sandfarben und jetzt ca. 3 Jahre und ein paar Monate alt und wiegt ca. 230 Gramm.
Seit etwa einen halben Jahr sind Verhaltensänderungen zu beobachten: Akasha wurde langsam immer aggressiver. Dadurch musste sie letztendlich von ihrer Partnerin getrennt werden, da sie sie angegriffen hat (mehrere blutige Auseinandersetzungen, Vergesellschaftungsversuche danach sind alle gescheitert). Auch riecht es bei ihr im Gehege immer etwas streng - auch kurz nach dem Renigen schon.
Seit vor ein paar Wochen hat sich ihr Fressverhalten geändert - sie dreht das Futter in den Händen, frisst langsam, puhlt im Maul, reißt zwischendurch das Maul auf. Dann waren wir endlich beim Tierarzt. Diagnose der Untersuchung mit Sedierung: Kein Problem mit den Zähnen, jedoch ist Ausfluss an der Vulva zu erkennen und ein Ultraschall hat Veränderungen an der Gebärmutter vermuten lassen, weswegen Akasha kastriert werden sollte (350€). Laut der Tierärztin sind solche Krankheiten bei weiblichen Degus typisch. Sie sagte sie hat ihre Degus (egal ob männlich oder weiblich) damals immer selbst kastriert, da Veränderungen an den Geschlechtsorganen laut ihr vor allem bei Weibchen nicht unüblich sind, wenn diese nicht gedeckt werden.
Heute hat die OP stattgefunden. Dabei wurde festgestellt, dass die Gebärmutter keine Veränderungen aufweist, jedoch wurden Veränderungen an der Darminnenseite festgestellt. Das erklärt wieso in letzter Zeit ihr Kot unterschiedliche Größen hatte. Die Tierärztin sagte da kann man nichts machen außer Palliativbetreuung mit Schmerzmitteln und hoffen, dass es ggf. doch nur eine Entzündung ist. Eine Probe zu entnehmen ist wohl zu riskant.
Nochmal zum Verhalten: Generell normal/degutypisch, nur bei Interaktion mit Menschen oder anderen Degus zeigt sie Aggressionen. Sie läuft viel im Laufrad, frisst und trinkt normal, freut sich über Leckerchen, beim Freilauf läuft sie interessiert und neugierig herum. Gegebenenfalls schläft sie etwas mehr als andere, die Abweichung ist aber zu gering, um da wirklich etwas draus zu schließen. Sie frisst auch aus der Hand. Menschen hat sie bisher noch nie angegriffen, droht aber oft deutlich erkennbar, wenn man das Gehege öffnet. Es gibt aber auch Zeiten, wo sie "lieb" ist.
Wir werden sie mit Schmerzmitteln behandeln und beobachten, ob und wie sich ihr Verhalten ändert.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder bereits Verhaltensänderungen an seinem Degu bemerkt...
Da dies ein Erfahrungsbericht ist, erwarte ich keine konstruktiven Ratschläge oder Tipps, aber freue mich natürlich trotzdem darüber!
Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)
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Cherisher2996
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Re: Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)
Hallo @Cherisher2996
ich hatte diese Thematik bei noch keinem meiner Degus und kann daher nichts raten.
Aber dass Schmerzen aggressives Verhalten bedingen ist ja nicht von der Hand zu weisen, daher bin ich sehr gespannt, ob du nach der Gabe von Schmerzmitteln eine Verhaltensänderung bemerkst.
Das Puhlen im Maul weißt aber meist schon auf Probleme mit den Zähnen hin.
Wurden denn auch die Backenzähne gründlich gecheckt? Meist liegt hier die Ursache. Das würde ich tatsächlich nochmal checken lassen, ggf. auch bei einem anderen, wirklich degukundigen Tierarzt.
ich hatte diese Thematik bei noch keinem meiner Degus und kann daher nichts raten.
Aber dass Schmerzen aggressives Verhalten bedingen ist ja nicht von der Hand zu weisen, daher bin ich sehr gespannt, ob du nach der Gabe von Schmerzmitteln eine Verhaltensänderung bemerkst.
Das Puhlen im Maul weißt aber meist schon auf Probleme mit den Zähnen hin.
Wurden denn auch die Backenzähne gründlich gecheckt? Meist liegt hier die Ursache. Das würde ich tatsächlich nochmal checken lassen, ggf. auch bei einem anderen, wirklich degukundigen Tierarzt.
Anna
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Re: Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)
Hallo,
eine schwierige Situation.
Wurde bei der OP die Gebärmutter auch entnommen oder konnte bereits vorher festgestellt werden, dass sie unauffällig ist?
Und WIE kann eine Veränderung an der Innenseite des Darms festgestellt werden? Das ist ja eigentlich nur bei einer Darmspiegelung möglich. Ich gehe davon aus, dass auffälliges Gewebe an der Außenseite des Darms zu sehen war?
Im Grunde ist es egal, da in beiden Fällen nichts unternommen werden kann, aber es interessiert mich. Geht die TÄ von einem Tumor aus?
Ich selber würde versuchen, schnellstmöglich einen Kastrat zu bekommen. Das könnte besser klappen und sie hätte die verbleibende Zeit Gesellschaft von einem Artgenossen.
Liebe Grüße
Dagmar
eine schwierige Situation.
Wurde bei der OP die Gebärmutter auch entnommen oder konnte bereits vorher festgestellt werden, dass sie unauffällig ist?
Und WIE kann eine Veränderung an der Innenseite des Darms festgestellt werden? Das ist ja eigentlich nur bei einer Darmspiegelung möglich. Ich gehe davon aus, dass auffälliges Gewebe an der Außenseite des Darms zu sehen war?
Im Grunde ist es egal, da in beiden Fällen nichts unternommen werden kann, aber es interessiert mich. Geht die TÄ von einem Tumor aus?
Ich bin bei chaya93. Das weist schon sehr auf Zahnprobleme (oder auch eine Wucherung im Maul) hin. Wie hat sich das Gewicht in der letzten Zeit entwickelt, wobei eine Abnahme natürlich auch bei anderen gesundheitlichen Problemen (verbunden mit Schmerz und Unwohlsein) auftreten kann?Cherisher2996 hat geschrieben: 10. Apr 2026, 10:55 sie dreht das Futter in den Händen, frisst langsam, puhlt im Maul, reißt zwischendurch das Maul auf.
Das stimmt so zum Glück nicht. Es kommt bei Degus sehr selten vor. Bei Kaninchen ist es nicht unüblich, aber bei Degus kenne ich kaum entsprechende Fälle.Cherisher2996 hat geschrieben: 10. Apr 2026, 10:55 [...] da Veränderungen an den Geschlechtsorganen laut ihr vor allem bei Weibchen nicht unüblich sind, [...]
Ich selber würde versuchen, schnellstmöglich einen Kastrat zu bekommen. Das könnte besser klappen und sie hätte die verbleibende Zeit Gesellschaft von einem Artgenossen.
Liebe Grüße
Dagmar
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Re: Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)
das ist definitiv ein Zeichen für Zahnprobleme. Meiner Erfahrung nach mit Zahnspitzen oder Brückenbildung an den hinteren Backenzähnen.reißt zwischendurch das Maul auf
Einer meiner Degus zeigte auch Zahnprobleme bzw. Probleme beim fressen mit „leicht“ aggressivem, fahrigem Verhalten an. Ist schwer zu beschreiben. Hier kann man nur mutmaßen ob sie Schmerzen hatte oder unleidlich war weil sie nicht richtig fressen konnte.
Zu Gebärmutterentzündungen wird sicher Game noch was beitragen.
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Viele Grüße
Mandarine
Infos Deguhaltung
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Cherisher2996
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Re: Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)
Erst mal vielen Dank für eurer Interesse und eure Anteilnahme! ♥ Ich nehme gerne alles zur Kenntnis, was ihr schreibt, antworte jedoch nur auf direkte Fragen, da man sich sonst zu tief in wenig konstruktive Diskussionen verstrickt und sich vom Thema entfernt. Ich lasse Informationen, die ich bereits in meinem ursprünglichen Text gegeben habe, ganz bewusst weg.
Das war auch unser ursprünglicher Verdacht, weswegen wir überhaupt zum TA sind. Dieser Verdacht konnte durch eine Untersuchung jedoch ausgeräumt werden. Ihr Gewicht ist/bleibt weitestgehend unverändert, sabbern tut sie auch nicht. Die TÄ ist degukundig und hat früher selbst zahlreiche Degus gehalten. Sie hat die Zähne untersucht und konnte keine Probleme bei den Zähnen bzw. im Maul feststellen. Sie sagte das Verhalten kann auch durch Unwohlsein/Übelkeit beim Tier bedingt sein. Dass sie puhlt, usw. tritt auch nur selten bis ab und zu auf. Wir hatten auch schon mal einen Degu mit Zahnproblemen, bei Akasha wirkt es irgendwie anders.DaLo hat geschrieben: 12. Apr 2026, 16:55Ich bin bei chaya93. Das weist schon sehr auf Zahnprobleme (oder auch eine Wucherung im Maul) hin. Wie hat sich das Gewicht in der letzten Zeit entwickelt, wobei eine Abnahme natürlich auch bei anderen gesundheitlichen Problemen (verbunden mit Schmerz und Unwohlsein) auftreten kann?Cherisher2996 hat geschrieben: 10. Apr 2026, 10:55 sie dreht das Futter in den Händen, frisst langsam, puhlt im Maul, reißt zwischendurch das Maul auf.
Die Gebärmutter konnte aufgrund der Darmveränderung nicht entnommen werden, da das Risiko zu groß war. Die Gebärmutter sah optisch laut TÄ jedoch unauffällig aus. Vielleicht habe ich die TÄ bezüglich des Darms auch nicht ganz richtig verstanden. Klar ist: Eine deutliche Darmveränderung war (von außen) sichtbar. Das Foto davon kann ich bei Interesse bestimmt erfragen. Die TÄ vermutet einen Tumor und die Prognose ist laut ihr "sehr schlecht". Allgemein hat Akasha die OP sehr gut verkraftet, verhält sich (bis auf die bisher unveränderten Aggressionen) weitestgehend normal und macht nun auch bereits wieder erste Laufversuche im Laufrad.DaLo hat geschrieben: 12. Apr 2026, 16:55 Wurde bei der OP die Gebärmutter auch entnommen oder konnte bereits vorher festgestellt werden, dass sie unauffällig ist?
Und WIE kann eine Veränderung an der Innenseite des Darms festgestellt werden? Das ist ja eigentlich nur bei einer Darmspiegelung möglich. Ich gehe davon aus, dass auffälliges Gewebe an der Außenseite des Darms zu sehen war? Im Grunde ist es egal, da in beiden Fällen nichts unternommen werden kann, aber es interessiert mich. Geht die TÄ von einem Tumor aus?
