Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Fragen und Antworten zum Käfig, der Einrichtung uvm., Tipps zum Käfigbau und der Einrichtung
Forumsregeln
Wichtige Grundregeln:
- keine Einzelhaltung, nur gleichgeschlechtliche Gruppen oder Weibchen mit einem Kastraten
- absolute Mindestkäfiggröße für 2-3 Degus: 130 x 60 x 130 cm (L x B x H in cm), große Grundfläche bzw. Laufmöglichkeiten besonders wichtig, daher auch große Etagen.
- kein Plastik im Deguheim
- Ausbruchssicherheit, Käfig muss ggf. entsprechend geschützt werden
Nutzt bitte vor einem Beitrag ggf. auch die Suche-Funktion. Die Beiträge der Forenteilnehmer entsprechen nicht zwingend der Meinung des Moderatorenteams bzw. der Betreiber.
Antworten
Oliver
Beiträge: 5
Registriert: 29. Jul 2026, 22:24
Postleitzahl: 1010
Land: Oesterreich

Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Hallo,
wir befinden uns gerade in der Planungsphase eines neuen Degukäfigs.

Vorgesehen sind folgende Maße:
Breite: etwas über 2m
Tiefe: etwas über 0,65m
Höhe: etwas über 1,90m
Die Fläche einer Etage beträgt also 1,3m2, bei 4 Etagen stehen den Degus insgesamt 5,4m2 Fläche zur Verfügung.

Momentan stecken wir mitten in einer etwas langwierigen Vergesellschaftung (2 x 2 Degudamen). Den geplanten Neubau möchten wir daher so designen, dass wir die Gruppen problemlos auf Dauer getrennt halten können, sollte die Vergesellschaftung misslingen. Sollten sich die vier jedoch in Zukunft vertragen, muss der Käfig ohne große Umgestaltungsmaßnahmen für eine große Gruppe passen.
Manchmal wird das Zimmer, in dem der Käfig normalerweise steht, für andere Zwecke benötigt. Dann müssen die Degus für eine begrenzte Zeit in ein anderes Zimmer übersiedeln. Unsere Türstöcke sind knappe 0,8m breit und 2m hoch. Allerdings müssen wir, um das Degu-Zuhause zu verschieben, den Käfig im eher schmalen Flur „wenden“. Aufgrund dessen planen wir, den Käfig in zwei Korpusse zu teilen, die miteinander verbunden werden können.
Zusätzlich sollen die oberen zwei Etagen des Käfigs für einen vereinfachten Auf- und Abbau auch separat sein. Insgesamt sind also 4 Käfigteile vorgesehen.

Wir planen schon seit Längerem einen geeigneten Käfig, den wir von einem Tischler bauen lassen wollen. Für Empfehlungen wären wir dankbar.
Bevor wir den Käfig in Auftrag geben, möchten wir, nachdem wir hier im Forum einige Beiträge zu Käfigbauten verfolgt haben, uns Feedback zu unserem Entwurf einholen.
Für uns wäre auch interessant, welche Verschlüsse ihr bei den Käfigtüren verwendet. Außerdem interessieren wir uns für Vorschläge für die Befestigung herausnehmbarer Trenngitter.

Hier ein paar Skizzen:
Degukaefig - Frontansicht mit Tueren.jpg
(Frontansicht, mit Türen)
DeguCage - Frontansicht ohne Türen, mit Laufrad-Markierung.jpg
(Frontansicht, ohne Türen, mit Markierungen für Laufräder)

Zum Käfigaufbau:
Wir planen, eine Mischung von drehbaren Rollen mit und ohne Bremsen einzusetzen. Wir haben welche gefunden, die nur 8cm hoch sind (begrenzte Raumhöhe). Die geplante Holzstärke beträgt überall 1,8cm.
Über den Rollen befindet sich ein 35cm hoher Stauraum für Einstreu, Heu, Badesand… (und natürlich ganz viel Futter & Leckerlis :) ).
Darüber liegen die 40cm hohe Buddeletage (17cm Einstreuschutz) und darüber die etwa 50cm hohe Laufradebene (10cm Einstreuschutz; hier ist eine Halbetage geplant, damit unsere Degus auch später im Seniorenalter noch gut zurechtkommen).
Zuletzt gibt es die separat abtrennbaren Laufetagen, die jeweils 22cm hoch sind (je 10cm Einstreuschutz). Leider sind wir wegen der Türrahmen in der Höhe eingeschränkt, weshalb diese Etagen eher kleiner ausfallen. Wir möchten die Buddeletage nur ungern verkleinern und auf der zweiten Ebene würde das Laufrad bei verringerter Deckenhöhe nicht reinpassen…


So sähe dann die Gruppenverteilung aus:
Degukaefig - Frontansicht mit Gruppeneinteilung.png
Jede Gruppe bekommt eine halbe Buddeletage und die Hälfte der Laufradebene. Die oberen Laufetagen sind durchgängige 2m pro Gruppe lang (die untere Laufetage hat etwas weniger Platz, da wir ein abgetrenntes „Treppenhaus“ benötigen, damit die Gruppe mit der oberen Laufetage nach oben kommt).

So, jetzt ist genug für heute getippt…
Wir sind für jeden Tipp und Verbesserungsvorschlag dankbar, also meldet euch gerne!
Schönen Abend!
Oliver
Benutzeravatar
DaLo
Beiträge: 14450
Registriert: 23. Aug 2007, 19:01
Postleitzahl: 90587
Land: Deutschland
Wohnort: Obermichelbach

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Wow... das sieht nach einem Degutraum aus. *heart*

Mir fallen erst mal nur allgemeine Hinweise ein:
- Die Ebenen müssen gut versiegelt werden (besser aus beschichteten Platten bestehen), damit sie möglichst lange dem Urin standhalten.
- Alle annagbaren Kanten müssen mit Metallschienen gesichert sein.
Für uns wäre auch interessant, welche Verschlüsse ihr bei den Käfigtüren verwendet.
Ich habe Schieberiegel aus Metall und ganz einfache Holzriegel.
Käfigverschluss03.jpg
Käfigverschluss02.jpg
Käfigverschluss01.jpg
LG Dagmar
Benutzeravatar
Frank
Beiträge: 1241
Registriert: 7. Nov 2023, 13:12
Postleitzahl: 83026
Land: Deutschland

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Super Käfigentwurf. Da werden sich die Kleinen hoffentlich drüber freuen. Einen kleinen Hinweis hätte ich noch: Fürs Trenngitter bei VGs sollte eine Ebene als Begegnungsplatz reichen. Die andere Ebene müsste im Falle von 2 Gruppen dann blickdicht getrennt werden.
Derzeit bei uns und hoffentlich glücklich: Ronja und Porthos
:regenbogen: Aramis (14.11.2023), Jerry (20.12.2023), Athos (08.09.2024), Hamster Luici (23.10.2024), Valentina (25.02.2025)
Oliver
Beiträge: 5
Registriert: 29. Jul 2026, 22:24
Postleitzahl: 1010
Land: Oesterreich

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Vielen Dank für das positive Feedback & die tollen Tipps!

Bisher hatten wir unsere Holzebenen mit kinder- & haustiersicherem Lack versiegelt, wahrscheinlich nehmen wir den wieder. Evtl. legen wir zusätzlich dünne Siebdruckplatten auf die Böden, damit wir sie bei Bedarf austauschen können.

Den Nageschutz haben wir auch geplant, aber noch nicht eingezeichnet.

Danke für die Fotos! Wir tendieren zu Metallriegeln, da unsere Degus kleine Ausbrechkünstlerinnen sind… 😊

LG, Oliver
Oliver
Beiträge: 5
Registriert: 29. Jul 2026, 22:24
Postleitzahl: 1010
Land: Oesterreich

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

@Frank

Danke auch für dein gutes Feedback & deinen Hinweis!

Wir planen jetzt, nur auf der Laufradebene ein Trenngitter einzusetzen, in der Ebene darunter gibt es keinen Durchgang mehr.

LG, Oliver
Benutzeravatar
Chris
Beiträge: 314
Registriert: 24. Apr 2022, 15:35
Postleitzahl: 63329
Land: Deutschland

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Hallo Oliver,
nachdem ich gerade dabei bin, unseren dritten selbstgebauten Käfig (neben 6 gekauften) zu bauen, kann ich es mir nicht verkneifen, auch meinen Senf zu Deiner Frage zu geben. Auch von mir einen Glückwunsch zur Planung deines Käfigs, das sieht schon recht gut aus. Ich baue (wie Du) einen zweiteilbaren Käfig, bei mir mit zwei 90cm Flügeln und sechs Ebenen auf 220 cm Höhe.
Nur als meine Meinung, das mögen Andere anders sehen: ich habe sogar noch mehr Absperrmöglichkeiten als Du vorgesehen, damit man im Falle eines Streits mehrere Abteile einrichten kann. D.h. die Reduktion auf nur ein Trenngitter würde ich nicht machen, sondern sogar überlegen, ob nicht noch mehr Abtrennungen sinnvoll sind. Ich habe geplant, in jeder Etage die Möglichkeit vorzusehen und über das Verschließen der Treppenaufgänge so gut wie jedes Stockwerk abtrennen zu können. Ich will mindestens vier Abteile (2 waagerecht und 2 senkrecht einrichten können) einrichten können, wir haben schon „schöne“ Geschichten bei Vergesellschaftungen gehabt, bei der aus 2x2 Degus dann zum Schluss vier Einzeltiere wurden o.Ä. Die will ich dann immer noch unterbringen können. Vergesellschaftungsgitter werden aber nur in je zwei nebeneinander liegenden Abteilen eingesetzt (mein Grund-Setup im Bild orange, die anderen Stockwerke aber optional ebenfalls) oder stattdessen eine undurchsichtige Wand, wenn es keine Vergesellschaftung geben kann/soll. So bin ich am flexibelsten. Die folgende Skizze soll das verdeutlichen. Da wir zwei Gruppen unterbringen wollen, sieht das Setup so aus wie skizziert, die Ziffern 1 und 2 sollen für Gruppe eins und zwei stehen. Die Höhen der Stockwerke sind in der Umsetzung fairer für die beiden Gruppen...
Käfig 2026.png
Dazu auch die Anmerkung: warum in deinem Entwurf die eine Gruppe noch eine Zugangsmöglichkeit ganz nach oben braucht, erschließt sich mir nicht. Die Realisierung des „Treppenhauses“ rechts, zweites Geschoss von oben erscheint mir auch schwierig, das würde eine sehr steile Treppe bedeuten.
Ich habe sogar 60cm für das Laufradgeschoss eingeplant, unsere Laufräder sind teils eben so hoch. Deine Halbetagen bei 25 cm in der Laufradebene wäre vermutlich für Oldies eher schwierig, wie oben schon gesagt, wäre das recht steil…? Ich führe die Rampen vor den Laufrädern vorbei. Und für Oldies bekommen die Rampen dann nach Bedarf nach und nach „Geländer“.
Die Buddelbox ist bei mir für Gruppe 1 links unten vorgesehen, die für Gruppe 2 dann in einem oberen Stockwerk und wird dann das Stockwerk weitgehend ausfüllen, für die Felltiere ist das aber kein Problem, wir haben in anderen Käfigen schon in allen Ebenen entsprechende Aktivitäten gehabt.
Das Verkleiden der Kanten und aller empfindlicher Teile mit Metall (Stahl! Alu ist zu weich) möchte ich auch nochmal betonen, sonst kommen die kleinen Holzfräsen durch. Vgl. Bild, hier sind noch nicht alle Kanten geschützt, der Käfig ist ja noch im Bau.
signal-2026-07-31-11-15-20-900.jpg
Die Aufgänge kann man auch mit Stahlkanten schützen, das macht aber viel Aufwand, vgl. Bild. Ich werde das nicht bei allen Aufgängen umsetzen, wenn die Kleinen etwas umgestalten, dann ist das für uns OK. Geschützt wird dann nur die Kante, an der die Rampe befestigt wird, damit da nichts herunterfällt.
signal-2026-07-31-11-15-20-900-1.jpg
Ich nehme keine Siebdruckplatten, denn anders als der Name vielleicht suggeriert ist auch diese Beschichtung ein Kunststoff, wir lackieren unsere Böden deshalb auch mit leinölbasiertem Schlabberlack. Und wenn ein Boden dann mal nicht mehr tolerierbar ist, dann tauschen wir ihn komplett aus…
Du fragtest noch nach Befestigung der Absperrgitter, siehe das folgende Bild, der Haken ist ja drehbar, so wie er steht kann ich da ein Gitter einhängen, mit weiteren Haken das Ganze dann befestigen. Das ist m.E. die einfachste Lösung.
signal-2026-07-31-11-15-20-900-3.jpg
Das zugehörige Gitter sieht so aus:
signal-2026-07-31-11-15-20-900-4.jpg
Bei unseren Tieren ist das Vorhandensein einer Wärmequelle sehr beliebt, von den meisten Deguhaltern meist bevorzugt ist ein Snugglesafe in einer Filmdose als Knabberschutz. Wir machen das elektrisch mit einer Heizfolie. Kabelführung komplett außerhalb, die Folie selbst dann mit Schiefplatten abgedeckt. Die Folien gibt es z.B. als 5V-Versionen, damit kein Tier einen Stromschlag bekommt. Bei uns seit Jahren im Einsatz, keine Schäden… aber das muss jeder für sich wissen.
Zu den Verschlüssen habe ich keine abweichende Meinung, verwenden werden ich solche wie DaLo. Man muss allerdings sehen, wenn die Tiere bis dahin gekommen sind, dass sie den Verschluss anknabbern können, dann haben wir andere Probleme als den Verschluss selbst…
Wenn Du noch Fragen hast oder weitere Anregungen brauchst, gerne… Ich wollte nur nicht zu viel schreiben *nicken*
Kommt der Veterinär zum Hausarzt. Der fragt: "Wo fehlt's uns denn...?". Darauf der Veterinär: "Na, so ist es ja einfach..."
Oliver
Beiträge: 5
Registriert: 29. Jul 2026, 22:24
Postleitzahl: 1010
Land: Oesterreich

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Hallo Chris,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort mit den zahlreichen Tipps!

Zu den Trenngittern:
Da wir uns die Möglichkeit freihalten möchten, im Notfall auch nur einen Korpus für ganz kurze Zeit alleine zu benutzen (sollte etwas in dem anderen Korpus kaputtgehen) bzw. es auch für das Verschieben des Käfigs notwendig ist, wollen wir auf jeder „innenliegenden“ Käfigseite ein abnehmbares Trenngitter bzw. eine blickdichte Holzplatte anbringen (diese könnten wir je nach Bedarf austauschen). Wir planen ebenfalls, jeden Treppenaufgang blockierbar zu gestalten.

Zum Treppenhaus:
Wir wollen beiden Gruppen eine halbe Buddeletage, eine halbe Laufradetage und eine durchgängige Laufetage bieten. Ohne das abgetrennte Treppenhaus könnten wir den beiden Gruppen nicht diese Lauffläche bieten.

Zu den Treppen:
Wir hatten vor unseren aktuellen Degus schon deutlich ältere (unsere bisher Älteste hatten wir aus dem Tierheim adoptiert, wir kannten ihr Alter also nie genau, aber unsere Tierärztin schätzte sie auf über 10 Jahre), die problemlos steilere Treppen überwanden. Die Rampen im geplanten Käfig sollen von vorne nach hinten, also in die Tiefe des Käfigs, gehen und haben jeweils ca. 50cm Platz – bei einer Höhe von 25cm beträgt die Steigung etwa 27°, was auch unsere älteren Degus problemlos schafften.

Zum Nageschutz:
Danke, den Stahl-Hinweis werden wir beherzigen, allerdings werden unsere Degus mit der Zeit wohl trotzdem irgendwelche Wege finden, ihr Zuhause zu „verschönern“ – ist ja aber auch nicht weiter schlimm (unsere erste Gruppe hatte viel Vergnügen dabei, sich „Ausgucke“ auf der Seite zu fräsen, wo die Leckerlis häufig verteilt wurden).

Zu den Siebdruckplatten:
Da werden wir uns wohl nochmals umschauen, bisher hat unsere kinder- und haustierfreundliche Farbe im Großen und Ganzen der Belastung schon standgehalten, aber wenn wir schon etwas anfertigen lassen, dann sollte das im Idealfall länger halten :) .

Zu den Wärmequellen:
Wir haben insbesondere für unsere älteren Degus einen größeren Naturstein mit heißem Wasser übergossen und dann in den Käfig gelegt. Diese Methode wurde bisher von allen Degus gut angenommen.

Vielen Dank noch mal für deinen Kommentar!
LG, Oliver
Tinka
Beiträge: 22
Registriert: 4. Jul 2020, 19:17
Postleitzahl: 74081
Land: Deutschland

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Frank hat geschrieben: 30. Jul 2026, 22:13 Super Käfigentwurf. Da werden sich die Kleinen hoffentlich drüber freuen. Einen kleinen Hinweis hätte ich noch: Fürs Trenngitter bei VGs sollte eine Ebene als Begegnungsplatz reichen. Die andere Ebene müsste im Falle von 2 Gruppen dann blickdicht getrennt werden.
Das halte ich ebenfalls bei einem Käfig dieser Größe für keinen guten Ratschlag. Hier werden erfahrene Halter immer gleich mehrere Abtrenn- und Trenngittermöglichkeiten vorsehen. Später kann es sehr ärgerlich sein, wenn man ein TG nur an einer Stelle eingeplant hat. Man steht vor so mancher Überraschung im Deguhalterleben.

Vor allem ist es bei fortgeschrittener Trenngitterzeit – also wenn alles recht entspannt läuft und es weder für eine Gruppe kritisch noch für ein Tier sehr stressig ist, sodass ein Aus-dem-Weg-Gehen-Können gewollt ist – auch bei einer ganz simplen hälftigen Käfigteilung durchaus sinnvoll, mehrere Gitterbegegnungsflächen zu schaffen. So sehen sich die Degus viel und die Gewöhnung läuft besser.

Das ist sinnvoller, als den Käfig dafür künstlich zu verkleinern, wie es leider viele machen, wenn sie merken, dass sich die Degus trotz noch so nett gestalteter TG-Etage immer woanders aufhalten.

Was das Material angeht, kann ich nur wärmstens wertige, gut zu reinigende Materialien empfehlen wie eben beschichtete Möbelplatten oder Siebdruckplatten. Stinken auch nach Jahrzehnten nicht, kann man sich nicht durch die Mitte durchnagen wegen der Glätte und sind hygienischer zu reinigen (Ritzen mit Aquariensilikon abdichten nicht vergessen, damit nichts aufquillt). Nageschutz muss man sowieso anbringen - "Kunststoff" und Degu kommen also hier nicht weiter zusammen. Aber muss natürlich jeder selber entscheiden - aber die Investition lohnt sich schon.
Tinka
Beiträge: 22
Registriert: 4. Jul 2020, 19:17
Postleitzahl: 74081
Land: Deutschland

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Oliver hat geschrieben: 29. Jul 2026, 23:10 Vorgesehen sind folgende Maße:
Breite: etwas über 2m
Tiefe: etwas über 0,65m
Höhe: etwas über 1,90m
....Den geplanten Neubau möchten wir daher so designen, dass wir die Gruppen problemlos auf Dauer getrennt halten können, sollte die Vergesellschaftung misslingen. Sollten sich die vier jedoch in Zukunft vertragen, muss der Käfig ohne große Umgestaltungsmaßnahmen für eine große Gruppe passen.
Manchmal wird das Zimmer, in dem der Käfig normalerweise steht, für andere Zwecke benötigt. Dann müssen die Degus für eine begrenzte Zeit in ein anderes Zimmer übersiedeln. Unsere Türstöcke sind knappe 0,8m breit und 2m hoch. Allerdings müssen wir, um das Degu-Zuhause zu verschieben, den Käfig im eher schmalen Flur „wenden“. Aufgrund dessen planen wir, den Käfig in zwei Korpusse zu teilen, die miteinander verbunden werden können.
Zusätzlich sollen die oberen zwei Etagen des Käfigs für einen vereinfachten Auf- und Abbau auch separat sein. Insgesamt sind also 4 Käfigteile vorgesehen.
..... Für Empfehlungen wären wir dankbar.
....
Über den Rollen befindet sich ein 35cm hoher Stauraum ...

Darüber liegen die 40cm hohe Buddeletage (17cm Einstreuschutz) und darüber die etwa 50cm hohe Laufradebene (10cm Einstreuschutz; hier ist eine Halbetage geplant, damit unsere Degus auch später im Seniorenalter noch gut zurechtkommen).
Zuletzt gibt es die separat abtrennbaren Laufetagen, die jeweils 22cm hoch sind (je 10cm Einstreuschutz). Leider sind wir wegen der Türrahmen in der Höhe eingeschränkt, weshalb diese Etagen eher kleiner ausfallen. Wir möchten die Buddeletage nur ungern verkleinern und auf der zweiten Ebene würde das Laufrad bei verringerter Deckenhöhe nicht reinpassen…


So sähe dann die Gruppenverteilung aus:
Degukaefig - Frontansicht mit Gruppeneinteilung.png
Jede Gruppe bekommt eine halbe Buddeletage und die Hälfte der Laufradebene. Die oberen Laufetagen sind durchgängige 2m pro Gruppe lang (die untere Laufetage hat etwas weniger Platz, da wir ein abgetrenntes „Treppenhaus“ benötigen, damit die Gruppe mit der oberen Laufetage nach oben kommt).
Ganz kurz noch zu den Maßen - vielleicht ist es ja noch nicht zu spät. Du hast dir super Gedanken gemacht, mit der Aufteilung und wie der Käfig das Zimmer verlassen kann usw. Vielleicht kann dir hier doch auch noch jemand etwas mehr in Ruhe zur Seite stehen, denn bei den Maßen kannst du das mE noch besser zu gestalten auch für 2 Gruppen:

1.) Eine Buddeletage mit 40 cm Höhe ist schwierig zu einer Buddeletage zu machen, die den Namen verdient. Es geht, aber, da müsstest Du schon irgendwie mit einer Streukante von 30-35 cm bis fast zur Decke arbeiten und dann am besten zum Putzen ausziehbaren Kästen. 17 cm Einstreuhöhe sind meine ganz normalen Streukanten und das ist wirklich empfehlenswert, damit nicht jedes höher geschichtete Streuhäufchen und jeder Badesand"Wurf" gleich draußen landet (ist also deutlich empfehlenswerter als eine Minikante von 10 cm)
Aber mit einer Buddeletage hat diese Einstreuhöhe nichts zu tun, das wären dann ja max 13-14 cm an Streu-/Futterrestehöhe und wehe, wenn hier mal etwas gegraben würde

2) Wenn du so abteilst wie jetzt geplant, hast du oben 2 fixe, superniedrige Laufetagen mit 20cm Höhe (vermutlich noch minus Materialstärke, wenn die nicht schon überall mit einberechnet wurde und das "Netto-Innenmaße" sind): auf jeden Fall dunkel, kaum sinnvoll gestaltbar und mit den Streukanten kaum einstreubar. Dazu werdet ihr es hassen, die da oben zu putzen. Auch lieben nach meiner Erfahrung die Degus solche niedrigen, dunklen , langweiligen Etagen nicht wirklich. Hier würde ich unbedingt nochmal überlegen, wie ihr insgesamt anders planen könnt

3) Bei der jetzigen Planung sind je 2 von 3 Etagen deutlich unter Mindestmaß - sogar fast unter dem alten Mindestmaß von 1 m Länge. Das ist superschade bei der tollen Käfiglänge.

Ich würde deshalb eher
1) auf eine der niedrigen oberen Etagen verzichten
2) und eine gleichberechtigete 50er einplanen, in die je nach Käfigeinteilung auch ein Laufrad kann - die aber auch durch Teiletagen (flexibel einbaubar) noch zusätzlich Lauffläche kann.
3) Den 35 cm Stauraum evtl als abnehmbare Kästen zugunsten eines guten Zugriffs und einer großen Etage von 2x20=40cm unten nach oben verlagern - oder noch besser diese 35 cm Höhe zu Käfigfläche machen (dann passen auch die beiden so niedrigen Etagen etwas besser!), denn in 35 cm bekommt ihr sowieso keinen Streusack etc. Ihr könnt ja so planen, dass Streukanten+Türen einfachst entnehmbar sind und irgendwann später mit weniger Tieren eine Etage auch einfach zu Stauraum zu nutzen ist.

Und insgesamt: versuchen, die Länge zu nutzen und die Gruppen eher über die Längen (Horizontalteilung des Käfigs, wenn es denn mal 2 Gruppen werden dauerhauft) zu trennen statt mittig. (Ich nehme an, dass ihr nicht noch 40-60 cm an Länge zugeben könnt, damit ihr in Nähe des Mindestmaßes bei den kürzeren Etagen kommt). Zumindest, dass das wunderbar möglich ist durch eine bedachte Planung der Käfighöhen in die Richtung (und einer niedrigen Kante unten, wo beide Hälften jeweils aneinandergeschoben werden).
Das nur mal kurz hier hiiingescribbelt - bedenkt es gerne, wenn ihr mögt. Ich bin sicher, ihr werdet es nicht bereuen, hier nochmal umzuplanen, denn es sit wunderbar, höher überall einzustreuen, guten Zugriff zu haben und überall gut ranzukommen und zumindest kleinere Korkröhren etc nutzen zu können geschweige denn eines Sandbads mit höherem Rand in den Etagen. Das muss bei euch sonst alles in die Laufradetage uo die "Buddel"etage.
Oliver
Beiträge: 5
Registriert: 29. Jul 2026, 22:24
Postleitzahl: 1010
Land: Oesterreich

Re: Feedback zu geplanten Käfig erbeten

Hallo Tinka,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Deine Punkte zur Anzahl der Trenngitter sind sehr hilfreich!

Das mit den Siebdruck- bzw. beschichteten Platten schauen wir uns noch mal im Detail an.

Ja, von unserer Buddeletage sind wir selbst noch nicht ganz überzeugt, daher einen besonderen Dank für deine Ideen dazu!

Oje, die Aufteilung müssen wir vielleicht doch noch mal überdenken. Wir fürchten, dass das Putzen der obersten Etagen tatsächlich etwas schwierig wäre und die Etagen wahrscheinlich ziemlich dunkel wären – wie du geschrieben hast. Wir werden also die Horizontalteilung mal durchdenken.

Auf eine der oberen Etagen würden wir jedoch nur ungern verzichten, weil wir dann keine Laufetage für jede Gruppe hätten. Und den Stauraum (unsere Einstreupackungen würden genau reinpassen) brauchen wir eigentlich auch, zumal wir auch eine Fußbodenheizung haben und befürchten, dass es den Degus so nah am Boden zu warm werden könnte.

LG, Oliver
Antworten