Liebe alle,
es tut mir leid, dass ich nun schon wieder ein Thema aufmache. Aber wir brauchen wieder Rat.
Gestern hatte unsere Zahnpatientin einen Kontrolltermin. Sie hatte links und rechts oben hinten Spitzen, an der einen Seite wohl auch so, dass es schon ein bisschen in die Zunge piekste, also haben wir unser Trio wieder dort gelassen. Als wir sie abgeholt haben, war unsere Deguline ganz zusammengekauert und passiv. Da wir ja wissen, dass sie auf Tierarzt immer mit viel Stress reagiert, haben wir das für üblich gehalten. Zuhause fand ich aber, dass sie eigentlich noch nicht so richtig wach wirkte. Sie war zwar nicht ganz so völlig halbtot, wie beim vorletzten Mal dort, sondern ist immerhin noch in die Ecke gegangen, aber eben auch nur in die nächstbeste Ecke. Dort hat sie dann leise angefangen zu jammern. Sie wirkte später dann wacher, hat auch einmal getrunken und einmal ein kleines bisschen Nussmus mit Päppelbrei benommen, ist dann aber nur ins Nest und hat dort immer wieder weiter leise gejammert (nicht durchgängig, aber immer mal wieder, bis spät in die Nacht). Eine Rückfrage beim Tierarzt ergab, dass sie wohl erst sehr spät dran gewesen seien, wir sollen sie warm halten. Die angebotene Wärmflasche hat sie nicht genommen, aber im Nest hatte sie dann die anderen, die sie hoffentlich schön warm gehalten haben. Bislang war es immer so, dass am nächsten Morgen sich die Tiere wieder etwas berappelt hatten und man eine deutliche Verbesserung sehen konnte. Das war heute morgen leider nicht so recht der Fall. Sie ist nur im Nest geblieben, nur einmal aufgestanden um zur Toilette zu gehen, hat mir im Nest aber ein kleines bisschen Päppelbrei mit Nussmus und Schmerzmittel abgenommen. Sie wimmert aber zumindest nicht mehr. Die beiden anderen wirken aber auch sehr gedämpft. Gerade haben wir alle wieder geweckt, sie hat uns wieder ein bisschen Päppelbrei abgenommen, dann ist sie immerhin einmal eher langsam durch den Käfig und hat unten dann noch zwei Sonnenblumenkerne und ein kleines Möhrenstück genommen. Das ist vielleicht ein Fortschritt, bislang hat sie hingehaltene Kerne oder Erbsenflocken komplett ignoriert. Dann ist sie wieder ins Nest zurück. Selbständig, also von sich aus, hat sie noch nichts gefressen. Ich finde, sie wirkt gedämpft. Ob sie Schmerzen hat, weiß ich nicht. Bei den letzten beiden Zahnkorrekturen war sie danach schnell wieder fit. Da hat sie aber vorher wohl auch keine Untersuchung gehabt und wurde nicht länger festgehalten. Als sie vor der Diagnose das erste Mal festgehalten wurde, war sie danach "halbtot" als sie zurück kam (da dachte ich echt, sie übersteht den Tag nicht, sie ist aus dem Transportkäfig in unseren Käfig getorkelt und auf dem ersten Berührungspunkt mit dem Käfig platt hin, und dann lag sie da). Gestern wurde der Zahnstatus auch erst kontrolliert und sie hat sich ordentlich gewehrt und war da beim zurücksetzen schon so "abwesendverschreckt" und hat sich auch nicht erholt, bis wir gegangen sind und auch dort schon keine Leckereien mehr angenommen. Zusätzlich wurde auch unsere Tumorpatientin noch nachkontrolliert und war ähnlich geschockt, aber nicht so dolle, aber so vermutlich auch keine große tröstende Unterstützung. Und dann waren sie gestern lange dort und das mögen sie dort ja ganz generell nicht (wobei sie mit der OP der Tumorpatientin alle eigentlich ganz okay zurück kamen und da sogar länger dort waren). Die Praxis meinte, als wir nachgefragt haben, ihnen sei nichts aufgefallen, es habe alles normal gewirkt. wir sollen beobachten und päppeln. Da nimmt sie im Moment wirklich nicht viel (so eine Teelöffelspitze, ich würde vermuten so einen halben bis ganzen Milliliter). Aber wenn sie schon so verschreckt ist, ist zwangsfüttern vermutlich auch Mist. Wie lange kann ich damit warten, wenn sie uns ab und an so Minimengen abnimmt? Was könnten wir sonst noch tun, um sie zu entspannen?
Fällt jemand auf die Schnelle noch etwas weiches ein, was ich außer Päppelbrei anbieten könnte, falls sie doch Schmerzen beim Kauen hat? Ich würde es nachher mal mit Haferbrei probieren, vielleicht habe ich damit mehr Erfolg.
besorgte Grüße,
Nila
Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
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Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Du hast doch von Dagmar und einigen anderen schon Ideen zum päppeln bekommen. Ich würde einfach eine Portion brei und Kugeln fertig machen auf 3 Untertassen verteilen, in den Käfig stellen und die Degus einfach mal bis heute abend in Ruhe lassen. Wenn du beim Zahnarzt warst und dein Zahnfleisch gereizt ist, hast du auch kein Bock ein Kotlett zu essen und bist auch mal froh einfach deine Ruhe zu haben.
Wie ich im letzten Post schon geschrieben habe, machst du dir glaube ich einfach zu viel Sorgen. Stell Brei in Käfig und wenn die anderen den Fressen auch nicht schlimm und gönne ihnen einfach mal Ruhe.
Wie ich im letzten Post schon geschrieben habe, machst du dir glaube ich einfach zu viel Sorgen. Stell Brei in Käfig und wenn die anderen den Fressen auch nicht schlimm und gönne ihnen einfach mal Ruhe.
Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Tatsächlich hat sie die beiden anderen Male nach den Zahnkorrekturen aber "Bock aufs Kotlett" gehabt. Insofern besorgt mich eben der gedämpfte Zustand aktuell. Und hinzu kommt ja, dass es ja heißt, das man nach wenigen Stunden zwangsfüttern müsse wegen der Aufgasung. Das nehme ich als Neuling natürlich ernst, noch dazu, weil unsere Lungenpatientin darunter ja massiv gelitten hat. Jetzt schreibst du, lass sie den Tag in Ruhe. Was stimmt denn nun? Welche Zeit darf man sie denn in Ruhe lassen bevor die Aufgasung droht?
Päppelbrei - da sind wir jetzt versiert, da haben wir dank DaLo schon viele Varianten. Ich dachte nur, vielleicht gibt es noch was, was ich ihr als Futter anbieten könnte oder auch in den Käfig legen könnten. Bei der Lungenpatientin war der Tipp mit dem Chicoree definitiv hilfreich und auf die Idee wäre ich selbst vermutlich nicht gekommen.
Päppelbrei - da sind wir jetzt versiert, da haben wir dank DaLo schon viele Varianten. Ich dachte nur, vielleicht gibt es noch was, was ich ihr als Futter anbieten könnte oder auch in den Käfig legen könnten. Bei der Lungenpatientin war der Tipp mit dem Chicoree definitiv hilfreich und auf die Idee wäre ich selbst vermutlich nicht gekommen.
Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Du schreibst das eine Spitze in die Zunge gepiekst hat. Das war bei den anderen malen wohl nicht, dann hast du doch schon deine Erklärung.
Es wird dir keiner eine genaue Zeitangabe geben können, aber wie du selbst feststellst stresst du die Degus. Also gönne ihnen erstmal Ruhe. Vielleicht wollen sie einfach erstmal schlafen. Und wenn Futter in unterschiedlichen Konsistenzen zur Verfügung steht könnte sie sich ja qas nehmen.
Es wird dir keiner eine genaue Zeitangabe geben können, aber wie du selbst feststellst stresst du die Degus. Also gönne ihnen erstmal Ruhe. Vielleicht wollen sie einfach erstmal schlafen. Und wenn Futter in unterschiedlichen Konsistenzen zur Verfügung steht könnte sie sich ja qas nehmen.
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Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Das möchte ich gerne richtigstellen. Ein Degu kann problemlos zwei Tage ohne Nahrungsaufnahme klarkommen. Sogar ein dritter Tag ist bei vielen noch gut drin.Nila hat geschrieben: 4. Sep 2026, 11:55 Und hinzu kommt ja, dass es ja heißt, das man nach wenigen Stunden zwangsfüttern müsse wegen der Aufgasung.
Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Danke, das hilft mir wirklich ganz doll weiter. Dann reicht es ja erstmal, wenn sie immer mal was nimmt, wenn wir ihr ab und an etwas anbieten (wir halten es ihr nur einmal hin und das auch nur aller paar Stunden und nur, solange sie es freiwillig nimmt). Bei unseren Tierärzten hieß es, wir müssen nach 2-3 Stunden päppeln oder zwangsfüttern und das auch nachts (haben wir aber in der letzten Nacht nicht gemacht).
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Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Bekommt sie denn Schmerzmittel?
Das macht nach einer Zahnsanierung für 3-4 Tage durchaus Sinn.
Das macht nach einer Zahnsanierung für 3-4 Tage durchaus Sinn.
Re: Zahnpatientin frisst nicht selbständig nach Zähneschleifen
Ja, weil sie doch sowieso dauerhaft welches bekommen soll. Einen Tropfen Meloxidyl bekommt sie normalerweise morgens, heute zwei. Morgen anscheinend auch besser noch mehr geben? Die TÄ hatte das allerdings nicht gesagt, die Infos zu den Medikamenten und der Nachsorge sind aber da leider oft sehr dünn.
