Atemnot und Veraflox (Pradofloxacin)
Verfasst: 14. Feb 2025, 14:18
Hallo,
ich möchte gerne von meinen Erfahrungen von dieser Woche berichten, da ich denke, das kann auch für andere Deguhalter interessant sein.
Das Ganze ist noch nicht abschließend ausgestanden und ich werde hier gerne berichten, wie es sich weiter entwickelt.
Am Montag holte ich einen Degu mit deutlicher Atemnot aus dem Käfig.
Beim anschließenden Tierarztbesuch konnten Herzprobleme ausgeschlossen werden. Die Lunge hörte sich leicht (aber nicht sonderlich) belegt an.
Dem Degu wurde Baytril, Vit. B12, Schmerzmittel und Elektrolytlösung gespritzt. Die weitere Behandlung sah eine Gabe von 2x tgl. 0,05 ml Baytril sowie 1x tgl. 0,1 ml Melosus vor.
Am Dienstag war der Zustand vollständig unverändert.
Am Mittwoch begann das, was ich als Supergau bezeichne. Die Atemnot war unverändert, weshalb der Degu weiterhin nicht fraß, in Folge des ständigen Luftsaugens jedoch aufblähte. Zum Glück noch nicht optisch erkennbar, aber der Bauch war deutlich hart. Also verabreichte ich noch 3x 0,2 ml Dimeticon.
Am Donnerstag Früh war weiterhin keinerlei Verbesserung zu erkennen.
Nachdem ich der Ansicht war, dass ich nicht mehr sehr viel falsch machen kann, verabreichte ich dem Degu morgens statt dem Baytril eigenmächtig Veraflox, das ich noch vorrätig hatte.
Bereits mittags hatte ich den Eindruck, dass die Atmung ruhiger wird. Keine 10 Stunden nach dieser einen Gabe Veraflox war von einer Atemnot nichts mehr zu sehen und zu hören und ich konnte den Patienten davon überzeugen, sehr dünn angerührten Brei zu fressen.
Heute hatte er immerhin schon wieder 6 Gramm mehr und er atmet weiterhin unauffällig.
Sobald sich der Süße gut erholt hat, werde ich Röntgenaufnahmen machen lassen, da er auch noch ein "matschiges" Auge hat, welches eher für Zahnwurzelprobleme spricht. Dann jedoch hätte m.E. das AB nicht so extrem schnell ansprechen dürfen. Im Moment bin ich einfach nur froh, dass er wieder atmen und fressen kann. Das ist ja auch für ihn furchtbar, keine Luft zu bekommen. Selbst wenn sich am Ende herausstellt, dass die Zahnwurzeln aus dem Ruder laufen und er letztlich eingeschläfert werden muss, dann aber besser in diesem Zustand als in dem, den er drei Tage mitmachen musste.
Liebe Grüße
Dagmar
ich möchte gerne von meinen Erfahrungen von dieser Woche berichten, da ich denke, das kann auch für andere Deguhalter interessant sein.
Das Ganze ist noch nicht abschließend ausgestanden und ich werde hier gerne berichten, wie es sich weiter entwickelt.
Am Montag holte ich einen Degu mit deutlicher Atemnot aus dem Käfig.
Beim anschließenden Tierarztbesuch konnten Herzprobleme ausgeschlossen werden. Die Lunge hörte sich leicht (aber nicht sonderlich) belegt an.
Dem Degu wurde Baytril, Vit. B12, Schmerzmittel und Elektrolytlösung gespritzt. Die weitere Behandlung sah eine Gabe von 2x tgl. 0,05 ml Baytril sowie 1x tgl. 0,1 ml Melosus vor.
Am Dienstag war der Zustand vollständig unverändert.
Am Mittwoch begann das, was ich als Supergau bezeichne. Die Atemnot war unverändert, weshalb der Degu weiterhin nicht fraß, in Folge des ständigen Luftsaugens jedoch aufblähte. Zum Glück noch nicht optisch erkennbar, aber der Bauch war deutlich hart. Also verabreichte ich noch 3x 0,2 ml Dimeticon.
Am Donnerstag Früh war weiterhin keinerlei Verbesserung zu erkennen.
Nachdem ich der Ansicht war, dass ich nicht mehr sehr viel falsch machen kann, verabreichte ich dem Degu morgens statt dem Baytril eigenmächtig Veraflox, das ich noch vorrätig hatte.
Bereits mittags hatte ich den Eindruck, dass die Atmung ruhiger wird. Keine 10 Stunden nach dieser einen Gabe Veraflox war von einer Atemnot nichts mehr zu sehen und zu hören und ich konnte den Patienten davon überzeugen, sehr dünn angerührten Brei zu fressen.
Heute hatte er immerhin schon wieder 6 Gramm mehr und er atmet weiterhin unauffällig.
Sobald sich der Süße gut erholt hat, werde ich Röntgenaufnahmen machen lassen, da er auch noch ein "matschiges" Auge hat, welches eher für Zahnwurzelprobleme spricht. Dann jedoch hätte m.E. das AB nicht so extrem schnell ansprechen dürfen. Im Moment bin ich einfach nur froh, dass er wieder atmen und fressen kann. Das ist ja auch für ihn furchtbar, keine Luft zu bekommen. Selbst wenn sich am Ende herausstellt, dass die Zahnwurzeln aus dem Ruder laufen und er letztlich eingeschläfert werden muss, dann aber besser in diesem Zustand als in dem, den er drei Tage mitmachen musste.
Liebe Grüße
Dagmar