zweite Gruppe im selben Zimmer?
Verfasst: 2. Sep 2026, 12:17
Hallo in die Degurunde 
unsere ehemalige Gruppe von fünf Tieren hat innerhalb der letzten Monate zwei Tiere verloren und wird in Zukunft zwei weitere verlieren (retrogardes Zahnwachstum der einen, bösartiger Tumor der anderen mit unklarer, aber wenig positiver Prognose). Mir ist wichtig, dass wir nicht irgendwann eine Deguline alleine haben werden. Im Krankheitsunterforum hatte mir DaLo geraten, dass wir dennoch warten sollen, bis es nur noch zwei sind, um nicht zusätzlichen Stress in die Gruppe zu bringen. Das mit dem Stress wäre auch meine Sorge. Um beidem gerecht zu werden, haben wir überlegt, jetzt schon eine kleine Gruppe (zwei-drei Tiere) zu übernehmen und diese in einem neuen Käfigteil zu halten, der perspektivisch an den bestehenden Käfig mit dran soll, aber erstmal auf der anderen Seite des Zimmers stehen würde. Wäre das auch Stress für unsere bestehende Gruppe? Aus der Haltung, wo wir sie übernommen hatten, kannten sie eine andere Gruppe (aus der ein Einzeltier blieb, was dann Teil unserer Fünfergruppe wurde) im selben Zimmer. Dort hatte die VG wohl nicht geklappt und dann haben die zwei Gruppen über einen langen Zeitraum in einem getrennten Käfig gelebt. Ich hätte gerne viel Zeit, um die neuen Degus auszusuchen, ankommen zu lassen (und sie kennenzulernen) und irgendwann zu vergesellschaften. Wir haben ja nicht wirklich viel Erfahrung, deswegen würde ich es gerne in Ruhe und mit Beratung (wer könnte dazu passen, wonach sollten wir suchen) haben, wo wir keinen Druck haben, möglichst schnell ein Tier finden zu müssen, dass zum letztverbliebenden Degu halbwegs passt, damit sie nicht alleine ist. Auch habe ich hier gelesen, dass Zeit für die Vergesellschaftung ein wichtiger Faktor ist. Aktuell ist unsere Gruppe noch zu dritt (und bleibt es hoffentlich noch länger als befürchtet), wir haben also insofern keinen akuten Stress und könnten alles in Ruhe angehen. Würde das für beide Gruppen gut funktionieren oder sind zwei Gruppen in einem Raum auch nicht gut? Hat die neue Gruppe dann überhaupt einen Anreiz, die verbleibende letzte Deguline irgendwann aufzunehmen und sich auf etwas Neues einzustellen, wenn sie hier schon heimisch sind? Könnte man perspektivisch beide Käfige mit Trenngitter nebeneinander stellen (der aktuelle Käfig soll perspektivisch die Seite wechseln, da kommt zu schnell Zugluft hin) oder wäre das dann zuviel Stress? Geplant wäre der Umzug des bestehenden Käfigs auf die andere Seite im Winter/Frühjahr, damit ich nächsten Sommer wieder gescheiter lüften kann. Bis auf den Tausch der rechten Außenwand mit der linken Außenwand (womit der Wassernapf die Seite wechseln würde) wäre dabei keine Veränderung am Käfig zwingend notwendig. Unsere aktuelle Gruppe erlebe ich als neugierig gegenüber Neuem, Käfigumgestaltung ist immer spannend für sie und wird sofort in Beschlag genommen (manches von dem, was wir vorher überlegt hatten, stellte sich in der Realität dann doch als nicht so gut und ausbaufähig dar, das Sandbad haben wir jetzt schon dreimal gewechselt
).
In meinem Kopf macht das mit einer zweiten Gruppe Sinn, aber ist es auch gut für die Degus? Da fehlen uns dann doch noch Erfahrungswerte und ich würde gerne euren Rat einholen. Und gäbe es ein Infektionsrisiko bei Haltung im selben Zimmer durch die neue Gruppe, die evtl irgendwelche Keime "mitbingen"? Falls ja, wie begegnet man dem? Anderes Zimmer zu Beginn? Das schiene mir dann auch viel Stress für die neue Gruppe.
Wonach sucht man dann am besten? Das würde mich auf jeden Fall bereits jetzt interessieren, weil ich dann quasi dauerhaft die Augen danach offen halten könnte und im Falle des Falles sofort lossuchen könnte und nicht noch damit zu lange Wartezeit vergehen müsste. Und wenn eine zweite Gruppe sinnvoll ist, wäre es natürlich ggf. zeitnäher relevant (wobei wir den Käfig erstmal bauen müssten
). Unsere vermutlich letztverbleibende Deguline ist vermutlich irgendwo zwischen 2-4 Jahren alt (als wir sie im März übernommen haben, hieß es ganz zu Beginn 1,5 Jahre, dann 2,5 Jahre, dann auch mal 3,5 Jahre und dann irgendsowas dazwischen), die Zahnpatientin ist ihre Schwester und die Deguline mit dem Tumor soll wohl so etwa 5 Jahre alt sein, wobei ich meine, dass die Vorbesitzerin meinte, zwischen den Degus liegen zumindest zwei Jahre. Nach allem, was wir so erfahren haben, würde ich vermuten, die beiden Jüngeren sind um die drei, die älteren waren bzw. sind irgendetwas über fünf. Ich würde aktuell (später dann entsprechend angepasst) nach einer Gruppe Degus suchen, die so zwischen 2-4 Jahren sind, was ja vermutlich in etwa das Alter der gesunden Deguline ist. Passt das? Und zwei oder drei Tiere? Mir wären eigentlich drei lieber, weil ich finde, dass eine Gruppe irgendwie schöner als ein Paar ist und wenn wir viel Glück haben unsere bestehende Gruppe ja vielleicht doch noch ein bisschen länger Zeit hat. Allerdings hätten wir dann sechs Degus. Denen muss man ja auch erstmal gerecht werden.
Unsere gesunde Deguline war und ist unser scheuestes Tier und kam mit gerade mal 200g zu uns, wiegt jetzt zumeist um die 225-235g, hört auf ihren Namen, frisst auch von der Hand, ist aber definitiv weiter deutlich scheuer und ängstlicher als der Rest der Gruppe. Sie war nach unserer Einschätzung immer die Rangniedrigste, hat aber in letzter Zeit angefangen, bei Sämereien auch deutlich zu machen, dass das jetzt ihre sind (wo sie anfänglich nur immer schnell etwas schnappte und dann damit ins Versteck lief, was sie auch heute noch manchmal macht, aber eben auch vorne bei uns frisst). Wir haben sie von den Vorbesitzern als Beißerin bekommen, die wir keinesfalls ohne Schutz anfassen dürften. Bei uns hat sie noch nie gebissen, wir haben sie auch schon ein paar Mal hochgenommen (das waren eher so versehentliche Schreckmomente wie beim Wiegen aus dem Tunnel geflitzt und dann schnell wieder hochgenommen und in den Käfig gesetzt; wir können aber auch die Hand bewegen, wenn sie drauf sitzt und frisst), unsere TÄ hat sie allerdings auch nur in Narkose gehändelt bekommen.
Unsere Gruppe insgesamt hat und hatte kaum Rangthemen, an denen war die gesunde Deguline allerdings nie beteiligt. Zwischen der Tumorpatientin, der Zahnpatientin und der ehemaligen Lungenpatientin gab es vereinzelte Tage, wo mal einer dem anderen aufritt oder ihn eine halbe Etage durch den Käfig verfolgte (das aber in wechselnder Konstellation), aber das waren wirklich kurze und einzelne Momente. Sonst sind sie immer alle sehr fürsorglich miteinander und kümmern sich immer sehr um kranke Degus.
Die Fünfjährige führt wohl aktuell die Gruppe (ist auch mit Abstand unser größtes und kräftigstes Degu), macht da schon auch deutlich, dass sie die Erste zu sein hat, die ein Leckerli bekommt (sie drängelt sich vor, toleriert es aber, wenn wir einem anderen Degu dann doch zuerst was geben), ist aber nach meiner Einschätzung nicht übermäßig dominant, denn als wir sie übernommen haben, war die Deguline, die als erstes starb, wohl unsere Rudelführerin. Sie ist absolut sozial, hat damals wie auch jetzt wieder ganz doll "mitgepflegt", bei der vormaligen Rudelführerin hat sie fast nur gefressen, wenn sie gesehen hat, dass wir die Patientin versorgen, ansonsten war sie bei ihr und hat sie gekuschelt. Auch bei der Lungenpatientin hat sie immer wieder dafür gesorgt, dass diese es warm hatte. Unsere Fünfjährige kommt gern zu uns, klettert auf uns, möchte auch Beachtung haben.
Unsere Zahnpatientin ist unser degutypischstes Tier, sie liebt es zu buddeln und zu nagen und baut mit dem größten Eifer neue Nester oder ganze Gänge. Sie ist immer die erste, die erkunden kommt, wenn wir im Käfig etwas neu gemacht haben. Sie kommt auch auf die Hand, ist aber nicht super gerne dort, sondern v.a. zum Fressen.
Worauf müsste man bei einer neuen Gruppe achten? Was passt gut zu unseren, vor allem, der gesunden wohl verbleibenden Deguline? Wären reine Agoutis weniger krankheitsanfällig? Aber wie hält man die dann auseinander? Mir wäre die Farbe egal und sowieso hätten wir darauf den geringsten Einfluss, da wir Tiere aus dem Tierheim nehmen würden oder welche, die eben ein neues Zuhause brauchen, weil Abgabe oä. Können Tierheime oder Tierärzte die Geschlechter eindeutig bestimmen?
Das sind wieder eine ganze Menge Fragen geworden. Ich möchte es gern schön für unsere Süßen haben und gern möglichst viel positiv vorausplanen, wenn das denn geht.
Liebe Grüße,
Nila
unsere ehemalige Gruppe von fünf Tieren hat innerhalb der letzten Monate zwei Tiere verloren und wird in Zukunft zwei weitere verlieren (retrogardes Zahnwachstum der einen, bösartiger Tumor der anderen mit unklarer, aber wenig positiver Prognose). Mir ist wichtig, dass wir nicht irgendwann eine Deguline alleine haben werden. Im Krankheitsunterforum hatte mir DaLo geraten, dass wir dennoch warten sollen, bis es nur noch zwei sind, um nicht zusätzlichen Stress in die Gruppe zu bringen. Das mit dem Stress wäre auch meine Sorge. Um beidem gerecht zu werden, haben wir überlegt, jetzt schon eine kleine Gruppe (zwei-drei Tiere) zu übernehmen und diese in einem neuen Käfigteil zu halten, der perspektivisch an den bestehenden Käfig mit dran soll, aber erstmal auf der anderen Seite des Zimmers stehen würde. Wäre das auch Stress für unsere bestehende Gruppe? Aus der Haltung, wo wir sie übernommen hatten, kannten sie eine andere Gruppe (aus der ein Einzeltier blieb, was dann Teil unserer Fünfergruppe wurde) im selben Zimmer. Dort hatte die VG wohl nicht geklappt und dann haben die zwei Gruppen über einen langen Zeitraum in einem getrennten Käfig gelebt. Ich hätte gerne viel Zeit, um die neuen Degus auszusuchen, ankommen zu lassen (und sie kennenzulernen) und irgendwann zu vergesellschaften. Wir haben ja nicht wirklich viel Erfahrung, deswegen würde ich es gerne in Ruhe und mit Beratung (wer könnte dazu passen, wonach sollten wir suchen) haben, wo wir keinen Druck haben, möglichst schnell ein Tier finden zu müssen, dass zum letztverbliebenden Degu halbwegs passt, damit sie nicht alleine ist. Auch habe ich hier gelesen, dass Zeit für die Vergesellschaftung ein wichtiger Faktor ist. Aktuell ist unsere Gruppe noch zu dritt (und bleibt es hoffentlich noch länger als befürchtet), wir haben also insofern keinen akuten Stress und könnten alles in Ruhe angehen. Würde das für beide Gruppen gut funktionieren oder sind zwei Gruppen in einem Raum auch nicht gut? Hat die neue Gruppe dann überhaupt einen Anreiz, die verbleibende letzte Deguline irgendwann aufzunehmen und sich auf etwas Neues einzustellen, wenn sie hier schon heimisch sind? Könnte man perspektivisch beide Käfige mit Trenngitter nebeneinander stellen (der aktuelle Käfig soll perspektivisch die Seite wechseln, da kommt zu schnell Zugluft hin) oder wäre das dann zuviel Stress? Geplant wäre der Umzug des bestehenden Käfigs auf die andere Seite im Winter/Frühjahr, damit ich nächsten Sommer wieder gescheiter lüften kann. Bis auf den Tausch der rechten Außenwand mit der linken Außenwand (womit der Wassernapf die Seite wechseln würde) wäre dabei keine Veränderung am Käfig zwingend notwendig. Unsere aktuelle Gruppe erlebe ich als neugierig gegenüber Neuem, Käfigumgestaltung ist immer spannend für sie und wird sofort in Beschlag genommen (manches von dem, was wir vorher überlegt hatten, stellte sich in der Realität dann doch als nicht so gut und ausbaufähig dar, das Sandbad haben wir jetzt schon dreimal gewechselt
In meinem Kopf macht das mit einer zweiten Gruppe Sinn, aber ist es auch gut für die Degus? Da fehlen uns dann doch noch Erfahrungswerte und ich würde gerne euren Rat einholen. Und gäbe es ein Infektionsrisiko bei Haltung im selben Zimmer durch die neue Gruppe, die evtl irgendwelche Keime "mitbingen"? Falls ja, wie begegnet man dem? Anderes Zimmer zu Beginn? Das schiene mir dann auch viel Stress für die neue Gruppe.
Wonach sucht man dann am besten? Das würde mich auf jeden Fall bereits jetzt interessieren, weil ich dann quasi dauerhaft die Augen danach offen halten könnte und im Falle des Falles sofort lossuchen könnte und nicht noch damit zu lange Wartezeit vergehen müsste. Und wenn eine zweite Gruppe sinnvoll ist, wäre es natürlich ggf. zeitnäher relevant (wobei wir den Käfig erstmal bauen müssten
Unsere gesunde Deguline war und ist unser scheuestes Tier und kam mit gerade mal 200g zu uns, wiegt jetzt zumeist um die 225-235g, hört auf ihren Namen, frisst auch von der Hand, ist aber definitiv weiter deutlich scheuer und ängstlicher als der Rest der Gruppe. Sie war nach unserer Einschätzung immer die Rangniedrigste, hat aber in letzter Zeit angefangen, bei Sämereien auch deutlich zu machen, dass das jetzt ihre sind (wo sie anfänglich nur immer schnell etwas schnappte und dann damit ins Versteck lief, was sie auch heute noch manchmal macht, aber eben auch vorne bei uns frisst). Wir haben sie von den Vorbesitzern als Beißerin bekommen, die wir keinesfalls ohne Schutz anfassen dürften. Bei uns hat sie noch nie gebissen, wir haben sie auch schon ein paar Mal hochgenommen (das waren eher so versehentliche Schreckmomente wie beim Wiegen aus dem Tunnel geflitzt und dann schnell wieder hochgenommen und in den Käfig gesetzt; wir können aber auch die Hand bewegen, wenn sie drauf sitzt und frisst), unsere TÄ hat sie allerdings auch nur in Narkose gehändelt bekommen.
Unsere Gruppe insgesamt hat und hatte kaum Rangthemen, an denen war die gesunde Deguline allerdings nie beteiligt. Zwischen der Tumorpatientin, der Zahnpatientin und der ehemaligen Lungenpatientin gab es vereinzelte Tage, wo mal einer dem anderen aufritt oder ihn eine halbe Etage durch den Käfig verfolgte (das aber in wechselnder Konstellation), aber das waren wirklich kurze und einzelne Momente. Sonst sind sie immer alle sehr fürsorglich miteinander und kümmern sich immer sehr um kranke Degus.
Die Fünfjährige führt wohl aktuell die Gruppe (ist auch mit Abstand unser größtes und kräftigstes Degu), macht da schon auch deutlich, dass sie die Erste zu sein hat, die ein Leckerli bekommt (sie drängelt sich vor, toleriert es aber, wenn wir einem anderen Degu dann doch zuerst was geben), ist aber nach meiner Einschätzung nicht übermäßig dominant, denn als wir sie übernommen haben, war die Deguline, die als erstes starb, wohl unsere Rudelführerin. Sie ist absolut sozial, hat damals wie auch jetzt wieder ganz doll "mitgepflegt", bei der vormaligen Rudelführerin hat sie fast nur gefressen, wenn sie gesehen hat, dass wir die Patientin versorgen, ansonsten war sie bei ihr und hat sie gekuschelt. Auch bei der Lungenpatientin hat sie immer wieder dafür gesorgt, dass diese es warm hatte. Unsere Fünfjährige kommt gern zu uns, klettert auf uns, möchte auch Beachtung haben.
Unsere Zahnpatientin ist unser degutypischstes Tier, sie liebt es zu buddeln und zu nagen und baut mit dem größten Eifer neue Nester oder ganze Gänge. Sie ist immer die erste, die erkunden kommt, wenn wir im Käfig etwas neu gemacht haben. Sie kommt auch auf die Hand, ist aber nicht super gerne dort, sondern v.a. zum Fressen.
Worauf müsste man bei einer neuen Gruppe achten? Was passt gut zu unseren, vor allem, der gesunden wohl verbleibenden Deguline? Wären reine Agoutis weniger krankheitsanfällig? Aber wie hält man die dann auseinander? Mir wäre die Farbe egal und sowieso hätten wir darauf den geringsten Einfluss, da wir Tiere aus dem Tierheim nehmen würden oder welche, die eben ein neues Zuhause brauchen, weil Abgabe oä. Können Tierheime oder Tierärzte die Geschlechter eindeutig bestimmen?
Das sind wieder eine ganze Menge Fragen geworden. Ich möchte es gern schön für unsere Süßen haben und gern möglichst viel positiv vorausplanen, wenn das denn geht.
Liebe Grüße,
Nila