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Abzess - Zahnprobleme Terminalgebiss?

Verfasst: 5. Jul 2026, 12:58
von Nila
Hallo,

wir haben im März fünf weibliche Degus übernommen, die laut Vorbesitzer keine Zahnprobleme haben sollten. Im April wurde eines der älteren Tiere immer mäkliger, der Gang zum Tierarzt ergab dringend OP nötig. Mit Mühe haben wir sie bis zum OP-Termin gepäppelt, dann kam die niederschmetternde Diagnose, dass sie überall Abzesse hätte und der Kiefer sich schon zersetzt hätte und man überall Zähne ziehen müsste. Die Tierärztin gab ihr null Chancen, so dass wir sie gehen lassen mussten. Seitdem wiegen wir besonders akribisch und füttern Leckerlis gleichzeitig, um irgendwelche Veränderungen schnell sehen zu können. Als es so heiß war, bekam eines der jüngeren Degus eine nasse Nase und nahm auch ab, fraß aber eigentlich unverändert alles. Da die nasse Nase nicht wegging, sind wir mit ihr zum Tierarzt. Befund war Mundhöhle vereitert, schiefer Zahn. Wir sind mit Antibiotika (Orniflox) und Schmerzmittel (Meloxoral) und OP-Termin nach Hause geschickt worden. Zur OP am Donnerstag wurde festgestellt, dass die Entzündung im Mundraum vollständig ausgeheilt ist, eine Zahnspitze wurde gefeilt, ein lockerer Zahn gezogen. Nach Einschätzung des Röntgenbildes meinte die Tierärztin, unsere Deguline habe ein "Terminalgebiss", sie habe mehrere kleinere Abzesse im Kiefer, die fortschreitend sind, der Kiefer würde immer mehr vereitern. Im Grunde, so wie unser Degu im April, nur im Anfangsstadium. Die Tierärztin denke, sie hätte so vielleicht noch ein Jahr. Wir sollen ihr jetzt dauerhaft Schmerzmittel geben, jetzt allerdings Meloxydyl, aber auch wieder 0,15ml täglich. Das finde ich sehr viel, vor dem Hintergrund, dass unser älteres Degu bei ersichtlichen Schmerzen damals einen Tropfen pro Tag bekommen sollte. Unsere Maus jetzt zeigt keine Schmerzen, frisst auch wieder alles, wenn auch langsamer als früher (wobei das eigentlich erst seit dem Tierarztbesuch so ist), ist jetzt eigentlich auch wieder recht aktiv. Wir sollen ansonsten nur aller vier Wochen zur Kontrolle kommen.

Kann man bei Abzessen denn gar nichts machen? Können wir nur abwarten, bis sie auch so leidet, wie unsere ältere Degudame und sie dann erlösen? Und müssen wir uns da jetzt nach und nach bei allen Degus drauf einstellen? Bis auf eines, das wir dazuvergesellschaftet haben, stammen die vier wohl alle aus der gleichen Zucht. Kennt jemand im Raum Leipzig vielleicht noch einen Anlaufpunkt, den wir versuchen können?

Welchen Sinn macht die vierwöchige Kontrolle, wenn niemand etwas tun kann? Bislang sind unsere Degus vom TA beide so zurück gekommen, dass ich bei beiden dachte, sie überleben den Tag nicht. Das aller vier Wochen zu machen, scheint mir nicht gerade gut für die Tiere.

Was sagt ihr zum Wechsel des Medikaments (der Wirkstoff ist wohl derselbe) und zur Höhe der Dosierung? Ich mache mir Gedanken, weil das so doll viel ist und wir diese Dosis jetzt dauerhaft geben sollen. Da kann man ja, wenn das alles fortschreitet auch nichts mehr erhöhen.

Wir sind für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße,
Nila