Atemgeräusche

Fragen und Antworten zum Thema Degu-Gesundheit
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johannaS
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Atemgeräusche

Hallo,

einer meiner Degus macht jetzt schon seit fast 3 Monaten Geräusche beim Atmen. Mir ist bereits im letzen Jahr aufgefallen, dass mein Degu sehr häufig geniest hat. Da sie früher Zahnprobleme hatte (als ich sie bekommen habe), hatte ich erst mal befürchtet, dass evtl eine Zahnwurzel entzündet ist. Daher ab zum TA, der meinte alles OK. Zwei Monate später kam ich aus dem Weihnachtsurlaub zurück und hab gehört, dass mein Degu Geräusche beim Atmen macht und auch nicht wirklich fit war. Daher bin ich wieder zum TA. Der TA meinte sie hat Wasser in der Lunge, aber das Herz hört sich gut an daher kommt das vermutlich von einer Allergie. Ihr wurde daher mehrmals Kortison und was zum Entwässern gespritzt und es wurde besser. Das einzige was ich verändert hatte seit sie so angefangen hat zu niesen war das Einstreu. Ich hab jetzt sowohl Hanfeinstreu als auch Eurolin ausprobiert und mit dem Einstreu hat sie deutlich weniger geniest. Da die Geräusche in der Lunge besser wurden, man aber trotzdem noch Atemgeräusche gehört hat, hat mein Degu Antibiotika (2 Wochen) bekommen, da die TA eine zusätzliche Entzündung im Rache/Halsbereich vermutete. Die Geräusche wurden besser, ich hab Cortison und Entwässerung zuhause in geringeren Dosen weitergegeben. Nach einem Monat sollte ich dann noch mal zur Kontrolle kommen und die Geräusche in der Lunge waren wieder schlechter anstatt besser. Dann haben wir gestern eine Röntgenaufnahme gemacht, die laut TA ok aussah. Jetzt soll sie noch Herzmedikamente bekommen.
Zuhause geht es meinem Degu mal besser mal schlechter, aber wirklich schlecht (so wie vor 3 Monaten) geht es ihr nicht. Sie läuft jeden Tag in ihrem Laufrad und ist auch sonst aktiv. Aber Atemgeräusche oder Niesen hört man auch regelmäßig. Ansonsten liegt sie häufig auf der Wärmflasche.

Hat vielleicht irgendjemand noch einen Rat was ich tun kann oder eine Idee woran das liegen könnte? Das zeiht sich jetzt alles schon ewig hin und ich bin ein bisschen ratlos.

Vielen Dank schon mal, viele Grüße Johanna
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Firelady
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Re: Atemgeräusche

Hallo Johanna,

das klingt ja nach einer ziemlich Odyssee bei Deinem Degulein!

Wie alt ist das Tier?

Welche Medikamente bekommt sie zur Zeit?

(Mein erster Gedanke war nämlich, zugegeben, "das haut ja den stärksten Kanarienvogel von der Stange, was dieses Tierchen alles bekommt! :shock: "...)

Warst Du mit dem Tier immer bei demselben Tierarzt?
Dann würde es sich möglicherweise mal empfehlen, eine zweite Meinung einzuholen.
Dabei würde ich vor allem darauf bestehen, dass die Zähnchen nochmals eingehend untersucht werden, ggf. unter leichter Sedierung, zumal ich mal irgendwo gelesen habe, dass die hintersten Backenzähne ohne Narkose überhaupt nicht richtig angeschaut werden können, weil die Zunge/Wangen immer im Weg sind.

Geht das Niesen mit einem Nasenausfluss einher? Hustet sie?

Welche der Maßnahmen, die Ihr ergriffen habt (ist ja auch schon einiges…) hat zu einer Verbesserung geführt?

Wurde beim letzten Röntgen auch der Schädel (--> Zahnwurzeln) geröntgt oder "nur" der Thorax?

So viele Fragen... das Wichtigste zuletzt: Deiner Maus gute Besserung!
Liebe Grüße,
Julia


Life is too short not to be smiling!
johannaS
Beiträge: 3
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Re: Atemgeräusche

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ja das mit der Odyssee kann man wohl so sagen. Scrat ist ca. 6 Jahre alt. Ich hab sie vor 3 Jahren aus privater Hand bekommen und musste nach 2 Wochen erst mal mit ihr zum TA, weil sie so wenig gefressen hat, kein Wunder mit starken Kanten an den Backenzähnen und entzündeten Zahnwurzeln... Dann musste ich ca. 1 Jahr regelmäßig mit ihr zur Zahnkontrolle/-korrektur, weil sie starke Zahnprobleme und hatte. Jetzt haben wir das eigentlich ganz gut im Griff.
Das erste Mal war ich bei einem anderen TA, weil meine TA nicht da war. Danach war ich immer bei der selben. Aber ich muss sagen, dass ich meiner TA sehr vertraue. Ich habe in Würzburg 3 TAs ausprobiert, bis ich sie gefunden habe. Sie hat bei meinem Degu schon mehrere Zahnkorrekturen mit Narkose durchgeführt, die Medikamentengaben (AB und Schmerzmittel) war richtig und sie erklärt mir immer genau was sie tut und wieso. Ich glaube, es gab als ich hergezogen bin, hier im Forum auch keine Empfehlung für TA in Würzburg.
Am Anfang hab ich ab und zu Schleimblasen (farblos) aus der Nase kommen sehen, aber das habe ich schon lange nicht mehr beobachtet. Auf dem Röntgenbild war das ganze Tier zu sehen. Die Lunge sah ok aus, dh sie war hauptsächlich schwarz und keine weißen Flecken/Stellen waren zu sehen. Die fordere Pfote hat das Herz etwas verdeckt. Der Kopf war auch zu sehen, aber die TA meine Entzündungen im Kopfbereich seien bei so kleinen Tieren manchmal schwer auf dem Röntgenbild zu sehen. Ich muss sagen, ich war schon sehr froh, dass wir ohne Narkose ein gutes Bild bekommen habe. Sie meinte sie würde sie im Moment ungern in Narkose legen, wenn sie Probleme mit der Atmung hat.

Jetzt zu den Medikamenten: Am Anfang haben die Cortison- und Entwässerungsspritzen schon gut geholfen. Innerhalb von ein/zwei Wochen waren die Geräusche in der Lunge weg, aber man hat trotzdem noch Atemgeräusche gehört. Die TA meinte, dass kommt vermutlich aus dem Rachen/Halsbereich. Daher die weitere Medikamentengabe mit reduzierter Dosis plus AB. Das AB hat nicht viel geändert, meiner Meinung nach. Warum es jetzt nach 3 Wochen wieder schlimmer geworden ist weiß ich nicht :-(

Cortison: Prednisolon 1 mg (Anfang 1/4 Tablette, später 1/8 Tablette)
Entwässerung: Dimazon 10 mg (1 mg, alle 3 Tage)
Herzmedikamente: Enadog (0.1 mg, täglich, neu seit gestern)

Ich soll jetzt eine Woche lang das Herzmedikament geben und mich dann noch mal melden, wie es ihr geht. Vermutlich gehe ich dann eh noch mal zur Kontrolle und werde sie dann bitten mal einen Blick auf die Backenzähne zu werfen, so gut das ohne Narkose möglich ist.
Naja, das ständige zum TA fahren und zu Hause den Atemgeräuschen zuhören, macht mich langsam etwas fertig :-(

Viele Grüße, Johanna
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