Ich habe ja seit zweieinhalb Jahren drei (viereinhalbjährige) Degus, die sich dann früh als Zahnpatienten herausgestellt haben. Abgesehen von ein paar Phasen, wo sich die Probleme bei dem einen oder anderen mal zugespitzt hatten, lief es meistens doch ganz gut; oft genügte es, alle zwei, drei Monate mal bei einem, mal bei zweien ein paar Spitzen einzuschleifen.
Im Moment beobachte ich leider bei Mörschel ungewohnt langanhaltende Probleme beim Fressen (ja, er frisst!), die mir qualitativ anders erscheinen als üblich. Gar nicht so sehr, dass die beobachtbaren Symptome zunehmen, aber ich kann ihm eine Veränderung ansehen, also dass er sich beim Fressen mehr überwinden muss als es sonst in kritischen Zeiten gewesen ist.
Er war nun in relativ kurzem Abstand zweimal beim Zahnarzt, was normalerweise immer kurzfristig für Besserung gesorgt hat - im Moment wirkt das aber anders.
Die Röntgenbilder zeigen, dass die Wurzeln zwar nicht massiv, aber doch sichtbar schief und in die falsche Richtung wachsen. Es war also zu erwarten, dass es mal schlimmer werden wird. Der objektive Röntgen-Befund hat sich zwar in den letzten anderthalb Jahren nicht signifikant verschlechtert - die individuellen Probleme aber eben doch...
Lange Vorrede, kurzer Sinn: Ich möchte in die Runde fragen, wie in solchen und ähnlichen Fällen eure Erfahrungen sind, also welche Verläufe ihr mit euren Fellnasen durchgemacht habt, wie ihr das begleitet habt und wann der Punkt gekommen war, an dem es nicht mehr weiter ging.
Mir ist schon klar, dass ich aus euren Erfahrungen nichts 1:1 für meine Jungs hier ableiten kann, will mich aber innerlich damit auseinandersetzen, um etwas besser vorbereitet zu sein. Mich nimmt das schon mit, wenngleich mir klar ist, dass wir in diesem konkreten Fall noch längst nicht so weit sind, in absehbarer Zeit vom Schlimmsten ausgehen zu müssen.
Danke!
Retrogrades Zahnwachstum
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Re: Retrogrades Zahnwachstum
Ich hatte leider bei meiner Flocke das selbe Problem.
Ihre drei Schwestern wurden bereits im erste Lebensjahr wegen massiver Zahnprobleme eingeschläfert, bevor Flocke als Zahnpatientin zu mir kam.
Anfangs waren die Zahnwurzeln noch in Ordnung, es wuchsen nur die unteren Schneidezähne extrem lang und einige Spitzen an den Backenzähnen mussten entfernt werden.
Mit der Zeit begannen die Zähne zu "kippen", es kam zu Brückenbildung und erneutes Röntgen zeigte nun auch ein retrogrades Wachstum.
Wir mussten regelmäßig zum Zähne kürzen und das retrograde Wachstum beschleunigte sich. Mit 3 Jahren waren die unteren Zahnwurzeln am Unterkiefer fühlbar und einige Monate später entwickelte sich der erste kleine Abszess, der mit AB aber gut abheilte.
Meiner TA und mir war klar, dass Flocke nicht alt werden würde, aber wir entschlossen, das lebenslustige Mädel solange es ihr gut ging zu unterstützen.
Vor 1,5 Monaten, Flocke war noch keine 4 Jahre alt, begann wieder ein Auge zu tränen und die Backe wurde dick. Bei der OP stellte sich heraus, dass es im Kiefer zu einer Zubildung gekommen war, die die Zähne nach innen drückte und teilweise um die Zähne herumwuchs. Da dies inoperabel war, haben wir Flocke nicht mehr aus der Narkose aufwachen lassen.
Ihre drei Schwestern wurden bereits im erste Lebensjahr wegen massiver Zahnprobleme eingeschläfert, bevor Flocke als Zahnpatientin zu mir kam.
Anfangs waren die Zahnwurzeln noch in Ordnung, es wuchsen nur die unteren Schneidezähne extrem lang und einige Spitzen an den Backenzähnen mussten entfernt werden.
Mit der Zeit begannen die Zähne zu "kippen", es kam zu Brückenbildung und erneutes Röntgen zeigte nun auch ein retrogrades Wachstum.
Wir mussten regelmäßig zum Zähne kürzen und das retrograde Wachstum beschleunigte sich. Mit 3 Jahren waren die unteren Zahnwurzeln am Unterkiefer fühlbar und einige Monate später entwickelte sich der erste kleine Abszess, der mit AB aber gut abheilte.
Meiner TA und mir war klar, dass Flocke nicht alt werden würde, aber wir entschlossen, das lebenslustige Mädel solange es ihr gut ging zu unterstützen.
Vor 1,5 Monaten, Flocke war noch keine 4 Jahre alt, begann wieder ein Auge zu tränen und die Backe wurde dick. Bei der OP stellte sich heraus, dass es im Kiefer zu einer Zubildung gekommen war, die die Zähne nach innen drückte und teilweise um die Zähne herumwuchs. Da dies inoperabel war, haben wir Flocke nicht mehr aus der Narkose aufwachen lassen.
LG
Martina
Martina