Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)

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Cherisher2996
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Erfahrungsbericht weiblicher Degu Aggressionen "ohne erkennbaren Grund" (?)

Hallo!

Hier möchte ich euch einen Erfahrungsbericht zu einem meiner Degus schildern. Akasha ist weiblich, sandfarben und jetzt ca. 3 Jahre und ein paar Monate alt und wiegt ca. 230 Gramm.

Seit etwa einen halben Jahr sind Verhaltensänderungen zu beobachten: Akasha wurde langsam immer aggressiver. Dadurch musste sie letztendlich von ihrer Partnerin getrennt werden, da sie sie angegriffen hat (mehrere blutige Auseinandersetzungen, Vergesellschaftungsversuche danach sind alle gescheitert). Auch riecht es bei ihr im Gehege immer etwas streng - auch kurz nach dem Renigen schon.
Seit vor ein paar Wochen hat sich ihr Fressverhalten geändert - sie dreht das Futter in den Händen, frisst langsam, puhlt im Maul, reißt zwischendurch das Maul auf. Dann waren wir endlich beim Tierarzt. Diagnose der Untersuchung mit Sedierung: Kein Problem mit den Zähnen, jedoch ist Ausfluss an der Vulva zu erkennen und ein Ultraschall hat Veränderungen an der Gebärmutter vermuten lassen, weswegen Akasha kastriert werden sollte (350€). Laut der Tierärztin sind solche Krankheiten bei weiblichen Degus typisch. Sie sagte sie hat ihre Degus (egal ob männlich oder weiblich) damals immer selbst kastriert, da Veränderungen an den Geschlechtsorganen laut ihr vor allem bei Weibchen nicht unüblich sind, wenn diese nicht gedeckt werden.

Heute hat die OP stattgefunden. Dabei wurde festgestellt, dass die Gebärmutter keine Veränderungen aufweist, jedoch wurden Veränderungen an der Darminnenseite festgestellt. Das erklärt wieso in letzter Zeit ihr Kot unterschiedliche Größen hatte. Die Tierärztin sagte da kann man nichts machen außer Palliativbetreuung mit Schmerzmitteln und hoffen, dass es ggf. doch nur eine Entzündung ist. Eine Probe zu entnehmen ist wohl zu riskant.

Nochmal zum Verhalten: Generell normal/degutypisch, nur bei Interaktion mit Menschen oder anderen Degus zeigt sie Aggressionen. Sie läuft viel im Laufrad, frisst und trinkt normal, freut sich über Leckerchen, beim Freilauf läuft sie interessiert und neugierig herum. Gegebenenfalls schläft sie etwas mehr als andere, die Abweichung ist aber zu gering, um da wirklich etwas draus zu schließen. Sie frisst auch aus der Hand. Menschen hat sie bisher noch nie angegriffen, droht aber oft deutlich erkennbar, wenn man das Gehege öffnet. Es gibt aber auch Zeiten, wo sie "lieb" ist.

Wir werden sie mit Schmerzmitteln behandeln und beobachten, ob und wie sich ihr Verhalten ändert.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder bereits Verhaltensänderungen an seinem Degu bemerkt...
Da dies ein Erfahrungsbericht ist, erwarte ich keine konstruktiven Ratschläge oder Tipps, aber freue mich natürlich trotzdem darüber!
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